Dakar 2016

Prüfung abgebrochen, Sainz erobert Führung

Extreme Hitze in den Dünen von Fiambala sorgt für Angst um Gesundheit der Fahrer. Stéphane Peterhansel verliert auf turbulenter WP mehr als neun Minuten. Carlos Sainz ist neuer Spitzenreiter.

Mal was Neues nach den Unwetter-mäßigen Regenfällen der vergangenen Woche – wegen extremer Hitze in den berüchtigten Dünen von Fiambala wurde die neunte Wertungsprüfung nach rund zwei Dritteln der geplanten 285-Kilometer-Distanz abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt lag Carlos Sainz (Peugeot, Startnummer 303) in Führung, nur zehn Sekunden vor dem Niederländer Eric van Loon (Mini, 306). Mikko Hirvonen (Mini, 315) bestätigte mit nur 17 Sekunden Rückstand seine ansteigende Formkurve mit Rang drei.

Der bisher Führende, Stéphane Peterhansel (Peugeot 302), musste zwei Platte verkraften und fuhr sich zwei Mal im tiefen Sand fest. Sein Zeitverlust von über neun Minuten bedeuteten, dass Carlos Sainz auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Nicht schlecht für jemanden, der schon auf der ersten „richtigen“ Prüfung aufgrund eines Elektronikproblems 14 Minuten verloren hatte. Peterhansel hat nun bereits 7.03 Minuten Rückstand. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyahs (Mini, 300) folgt mit 14.38 Minuten Rückstand.

Der zweite Rang von Van Loon war nicht die einzige unerwartete Wendung der neunten Etappe rund um Belén. Aber auch der sportliche Verlauf hielt Überraschungen bereit. Erste Überraschung schon am ersten Wegpunkt. Hier lag Orlando Terranova in Führung (Mini, 310), Leeroy Poulter (Toyota, 319) war Zweiter, Mini-Speerspitze Al-Attiyah Dritter. Peterhansel hatte nach dem ersten Reifenschaden hier bereits fast drei Minuten Rückstand. Carlos Sainz, der insgesamt drei schleichende Plattfüße zu beklagen hatte und sich einmal festfuhr, lag sogar mehr als drei Minuten zurück.

Am dritten Wegpunkt stand plötzlich Dakar-Neuling Mikko Hirvonen (Mini, 315) ganz oben, knapp gefolgt vom Niederländer Rosegaar van Loon (Mini, 306). Giniel de Villiers (Toyota, 301) hielt knapp Rang drei vor Al-Attiyah. Carlos Sainz hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch mehr als vier Minuten Rückstand.

Zwischenstand nach 9. Etappe

1.SAINZ / CRUZ PEUGEOT28:39:24
2.PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT+7:03
3.AL-ATTIYAH / BAUMEL MINI+14:38
4.HIRVONEN / PERIN MINI+34:50
5.DE VILLIERS / VON ZITZEWITZTOYOTA+53:18
6.AL-RAJHI / GOTTSCHALKTOYOTA+1:01:48
7.POULTER / HOWIE TOYOTA+1:03:25
8.VAN LOON / ROSEGAAR MINI+1:28:05
9.ROMA / HARO BRAVO MINI+1:42:55
10.DESPRES / CASTERA PEUGEOT+1:51:30

 VIDEO: Unfall Sebastien Loeb


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Dakar 2016

Prüfung abgebrochen, Sainz erobert Führung

Extreme Hitze in den Dünen von Fiambala sorgt für Angst um Gesundheit der Fahrer. Stéphane Peterhansel verliert auf turbulenter WP mehr als neun Minuten. Carlos Sainz ist neuer Spitzenreiter.

Mal was Neues nach den Unwetter-mäßigen Regenfällen der vergangenen Woche – wegen extremer Hitze in den berüchtigten Dünen von Fiambala wurde die neunte Wertungsprüfung nach rund zwei Dritteln der geplanten 285-Kilometer-Distanz abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt lag Carlos Sainz (Peugeot, Startnummer 303) in Führung, nur zehn Sekunden vor dem Niederländer Eric van Loon (Mini, 306). Mikko Hirvonen (Mini, 315) bestätigte mit nur 17 Sekunden Rückstand seine ansteigende Formkurve mit Rang drei.

Der bisher Führende, Stéphane Peterhansel (Peugeot 302), musste zwei Platte verkraften und fuhr sich zwei Mal im tiefen Sand fest. Sein Zeitverlust von über neun Minuten bedeuteten, dass Carlos Sainz auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Nicht schlecht für jemanden, der schon auf der ersten „richtigen“ Prüfung aufgrund eines Elektronikproblems 14 Minuten verloren hatte. Peterhansel hat nun bereits 7.03 Minuten Rückstand. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyahs (Mini, 300) folgt mit 14.38 Minuten Rückstand.

Der zweite Rang von Van Loon war nicht die einzige unerwartete Wendung der neunten Etappe rund um Belén. Aber auch der sportliche Verlauf hielt Überraschungen bereit. Erste Überraschung schon am ersten Wegpunkt. Hier lag Orlando Terranova in Führung (Mini, 310), Leeroy Poulter (Toyota, 319) war Zweiter, Mini-Speerspitze Al-Attiyah Dritter. Peterhansel hatte nach dem ersten Reifenschaden hier bereits fast drei Minuten Rückstand. Carlos Sainz, der insgesamt drei schleichende Plattfüße zu beklagen hatte und sich einmal festfuhr, lag sogar mehr als drei Minuten zurück.

Am dritten Wegpunkt stand plötzlich Dakar-Neuling Mikko Hirvonen (Mini, 315) ganz oben, knapp gefolgt vom Niederländer Rosegaar van Loon (Mini, 306). Giniel de Villiers (Toyota, 301) hielt knapp Rang drei vor Al-Attiyah. Carlos Sainz hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch mehr als vier Minuten Rückstand.

Zwischenstand nach 9. Etappe

1.SAINZ / CRUZ PEUGEOT28:39:24
2.PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT+7:03
3.AL-ATTIYAH / BAUMEL MINI+14:38
4.HIRVONEN / PERIN MINI+34:50
5.DE VILLIERS / VON ZITZEWITZTOYOTA+53:18
6.AL-RAJHI / GOTTSCHALKTOYOTA+1:01:48
7.POULTER / HOWIE TOYOTA+1:03:25
8.VAN LOON / ROSEGAAR MINI+1:28:05
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10.DESPRES / CASTERA PEUGEOT+1:51:30

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