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Carlos Sainz gewinnt Rallye Dakar 2024

Carlos Sainz und Beifahrer Lucas Cruz sicherten Audi nach rund 7.900 Kilometern den ersten Sieg bei der Rallye Dakar. Für die beiden Spanier, die bereits 2010, 2018 und 2020 als Erste ins Ziel kamen, ist es ihr Erfolg mit der vierten Marke.

Tagesetappen von häufig mehr als 400 Kilometern, zwei Marathon-Etappen mit eingeschränktem oder sogar ganz ohne Service sowie 4.600 Kilometer auf Zeit und 7.883 Kilometer insgesamt prägten die Rallye Dakar 2024. Spitzes Geröll und Schotterpisten, aber auch turmhohe Dünenketten im Empty Quarter der arabischen Halbinsel sowie eine oftmals schwierige Navigation verlangten den Teams alles ab. 

Obwohl Carlos Sainz nicht eine Etappe gewinnen konnte, konnte er zum vierten Mal die Dakar für sich entscheiden. Der 61-jährige profitierte dabei nicht nur von technischen Problemen und Unfällen der Konkurrenz, sondern konnte sich auch auf seine beiden Teamkollegen verlassen. 

Mattias Ekström gewann zu Beginn den Prolog und verbesserten sich hinter Sainz bis zum Ruhetag nach sechs Etappen auf den zweiten Platz. Ein Defekt an der Hinterachse brachte ihn auf der siebten Prüfung jedoch um alle Chancen. Stéphane Peterhansel, mit 14 Dakar-Siegen Rekordhalter, lag nach seinem 50. Etappensieg im Auto und seinem 83. insgesamt kurz vor der Halbzeit an sechster Stelle. Ein Defekt am Hydrauliksystem warf ihn und seinen französischen Landsmann Edouard Boulanger auf der sechsten Etappe auf Platz 22 zurück.

Beide Fahrer stellten sich anschließend in den Dienst des Teams. Ob es darum ging, sich vor der zweiten Marathon-Etappe taktisch zurückfallen zu lassen, um die Strecke nicht eröffnen zu müssen, oder um die Unterstützung des Führenden: Sainz konnte sich jederzeit auf seine Flügelmänner verlassen. 

Bis kurz vor Schluss saß ihm Sebastien Loeb (Prodrive) dicht im Nacken, doch ein Aufhängungsschaden besiegelte dessen Schicksal auf der vorletzten Etappe vorzeitig. Er wurde hinter Guillaume de Mevius (Toyota) Dritter.

Ergebnis Rallye Dakar 2024

01. Sainz/Cruz, Audi 48:15:18 Std.
02. De Mevius/Panseri, Toyota +1:20:25 
03. Loeb/Lurquin, Prodrive +1:25:12
04. Chicherit/Winocq, Toyota +1:35:59
05. Prokop/Chytka, Ford +2:16:43
06. Botterill/Cummings, Toyota +2:40:33
07. De Villiers/Murphy, Toyota +2:50:26
08. Vanagas/Sikk, Toyota +2:57:17
09. Moraes/Monleon, Toyota +3:02:12
10. Serradori/Minaudier, Century +3:04:12

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