Dakar nach 5. Etappe

Dakar 5. Etappe: Dritter Tagessieg für Sebastien Loeb

Mit Sebastien Loeb an der Spitze, belegt Peugeot am fünften Dakar-Tag erneut die ersten drei Plätze. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah verlor erneut an Boden.

Sebastien Loeb Dakar Peugeot 2008 DKR
Sebastien Loeb holt sich seinen dritten Tagessieg

Sébastien Loeb (Peugeot, Startnummer 314) ist nicht zu bremsen. Mit seinem dritten Tagessieg baute der neunmalige Weltmeister die Führung bei der Rallye Dakar weiter aus. Im Ziel der auf 312 Kilometer verkürzten Wertungsprüfung von San Salvador de Jujuy nach Uyuni in Bolivien hatte er 22 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Carlos Sainz (303).

Stéphane Peterhansel (302) komplettierte den zweiten Dreifach-Sieg von Peugeot in Folge. Der Tagessieger vom Vortag litt auf der ersten Etappe, auf der auch Navigationskünste gefragt waren, unter dem Nachteil, die Strecke eröffnen zu müssen. Im Ziel hatte der direkt nach ihm gestartete Sainz nahezu die drei Minuten aufgeholt, die er am Morgen später losgefahren war.

Loeb konnte sich als Dritter in der Startreihenfolge sogar an zwei Staubfahnen orientieren. Der Franzose übernahm die Führung vom ersten Wegpunkt an. In der Gesamtwertung beträgt sein Vorsprung vor Peterhansel jetzt schon über sieben Minuten. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah (Mini, 300) hatte keine Chance, den direkt vor ihm gestarteten Loeb einzuholen. Der Katari war zwar zwischenzeitlich kurz Zweiter, erreichte aber schließlich mit 3.07 Minuten Rückstand abgeschlagen als Vierter das Etappenziel. Damit musste er Gesamtrang drei an Carlos Sainz abgeben. Peugeot belegt auch in der Gesamtwertung jetzt die ersten drei Plätze.

Auf der komplett jenseits von 3.500 Meter Höhe verlaufenden Strecke, die in der Spitze sogar 4.600 Meter erreichte, spielten die mit Saugmotoren ausgerüsteten Toyota erwartungsgemäß keine Rolle. Der Südafrikaner Leeroy Poulter (319) war erneut schneller als sein als Mitfavorit eingeschätzter Landsmann Giniel de Villiers (301), der sich sogar noch hinter Dakar-Neuling Mikko Hirvonen (Mini, 315) einreihen musste.    

Ein kleines Comeback feierte Robby Gordon (312, Gordini). Der US-Amerikaner, der durch Steckenbleiben im „Schlammloch des Grauens“ in WP 2 und inzwischen mehr als einer Stunde Strafzeit in der Gesamtwertung weit zurückgefallen ist, wurde zeitweise auf Zwischenrang drei geführt. Am Ende lieferte er mit Tagesrang acht sein bisher bestes Ergebnis ab.

Vorschau Etappe 6: Uyuni  - Uyuni

Prüfung: 542 km, gesamt: 723 km. WP-Start erstes Auto (Rallye-Zeit/Deutsche Zeit): 10:38/14:38 Uhr, WP-Ziel erstes Auto: 14:33/18:33 Uhr

Die Trilogie in der Höhe, dritter Teil. Und nicht nur extrem hoch, sondern auch noch extrem lang: Am Freitag erwartet die Teilnehmer die längste Prüfung der Rallye Dakar. Die 542 Kilometer gegen die Uhr werden zwischen 3.500 und 4.200 Meter über Normalnull ausgetragen. Das Terrain wechselt kontinuierlich zwischen Sand und Geröll. Es geht einmal herum um den großen Salzsee. Gefragt sind zwei Dinge: Motorleistung. Und fehlerfreie Navigation. Denn nur zum Teil ist die Strecke bekannt aus dem vergangenen Jahr. 

Zwischenstand nach 5. Etappe

1.LOEB / ELENAPEUGEOT13:17:25
2.PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT+07:48
3.SAINZ / CRUZ PEUGEOT+13:26
4.AL-ATTIYAH / BAUMEL  MINI+14:16
5.POULTER / HOWIETOYOTA+18:38
6.DE VILLIERS / VON ZITZEWITZTOYOTA+21:55
7.HIRVONEN / PERIN MINI+23:24
8.TEN BRINKE / COLSOULTOYOTA+29:00
9.VASILYEV / ZHILTSOVTOYOTA+33:27
10.Al RAHJI / GOTTSCHALK TOYOTA+37:43

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