Die Entscheidung für den Fahrzeugwechsel war bereits vor einigen Wochen gefallen, inzwischen haben Carsten Mohe und Beifahrerin Andrea Lieber den gemieteten Skoda Fabia RS Rally2 erfolgreich getestet. Bei der Lausitz-Rallye am 6. und 7. November soll der Allradler die nötige Geschwindigkeit liefern, um im Kampf um den dritten DRM-Gesamtrang noch einmal anzugreifen.
Mohe hatte sich nach einem starken Schlussspurt bei der 3-Städte-Rallye zunächst auf den dritten Tabellenplatz verbessert. Weil er aufgrund des Reglements nur noch einen der beiden verbleibenden DRM-Läufe für die Meisterschaft nominieren durfte, entschied er sich gegen die Saarland-Pfalz Rallye und für das Schotterfinale in der Lausitz.
Allerdings konnte sein direkter Konkurrent Björn Satorius im Saarland punkten und zog in der Gesamtwertung wieder vorbei. „Um uns Platz drei zurückzuholen, müssen wir in der Lausitz insgesamt und in der Power Stage vor ihm platziert sein“, hat Mohe ausgerechnet.
Erste Testfahrt im Skoda erfolgreich
Mit dem neuen Einsatzfahrzeug zeigt sich der amtierende DRM-Rally3-Meister zufrieden. Nach den vergangenen Monaten im heckgetriebenen Porsche muss sich Mohe allerdings wieder auf einen Allradler einstellen. Hinzu kommen die besonderen Anforderungen der schnellen Schotterprüfungen rund um Boxberg und Weißwasser.
„Das ist ein richtig gutes Fahrzeug“, lautet sein erster Eindruck vom Skoda. Auch die vorgeschriebenen Hankook-Einheitsreifen sieht er nicht unbedingt als Nachteil. Bei der Abstimmung könne er sich an den anderen Rally2-Mannschaften orientieren.

Wie konkurrenzfähig er tatsächlich sein wird, lässt sich für Mohe dennoch schwer einschätzen. Mit 24 genannten Fahrzeugen ist die Rally2-Kategorie stark besetzt. Dazu kommt die internationale Konkurrenz, die traditionell bei der Lausitz-Rallye antritt.
„Es ist schwierig, den eigenen Speed einzuschätzen, zumal in der Rally2-Kategorie der DRM viele sehr gute Fahrer antreten. Mit Startnummer 6 gehen wir jedenfalls in einer guten Position in den Wettbewerb“, erklärt der Crottendorfer.
Zweites Heimspiel für Mohe
Für den Sachsen besitzt die Lausitz-Rallye auch abseits der Meisterschaft eine besondere Bedeutung. Nach der Rallye Erzgebirge betrachtet er die Veranstaltung als sein zweites DRM-Heimspiel. Mohe und sein Team sind seit vielen Jahren eng mit dem veranstaltenden Rallye-Renn- & Wassersport-Club Lausitz verbunden.
„Schotterläufe in der DRM sind für die Fans immer besonders attraktiv und ziehen viele ausländische Starter an. Das wird ein Mega-Spektakel und wir freuen uns unheimlich auf unser zweites DRM-Heimspiel“, sagt Mohe.
Die 29. Lausitz-Rallye umfasst acht Wertungsprüfungen mit insgesamt 146,84 Kilometern gegen die Uhr. Davon werden 122,26 Kilometer auf Schotter ausgetragen. Start und Ziel befinden sich in diesem Jahr wieder im Ortszentrum von Boxberg.

