Es ist angerichtet für die letzte Entscheidung der DRM-Saison 2026. Am 6. und 7. November kämpfen Marijan Griebel und Philip Geipel bei der Lausitz-Rallye um den Meistertitel. Die Ausgangslage erinnert an das Finale 2022, als sich Geipel mit nur einem Punkt Vorsprung gegen seinen Rivalen durchsetzte.
Vier Jahre später hat zunächst Griebel die besseren Karten. Mit seinem sechsten Sieg in Folge bei der Saarland-Pfalz Rallye übernahm der Skoda-Pilot gemeinsam mit Beifahrerin Ella Kremer wieder die Tabellenführung. Doch Geipel und Jennifer Lerch hielten mit ihrem Toyota GR Yaris Rally2 dagegen und sicherten sich mit der Bestzeit auf der Power Stage wichtige Bonuspunkte.
Jetzt wartet auf beide Mannschaften eine Herausforderung, die sich deutlich von den bisherigen Saisonläufen unterscheidet. Die schnellen und teilweise tief ausgefahrenen Schotterpisten der Lausitz verlangen eine andere Fahrzeugabstimmung und einen angepassten Fahrstil.
„Diese Rallye ist sehr speziell. Ich bin seit sieben Jahren nicht mehr auf Schotter gefahren, aber Philip geht es genauso“, erklärt Griebel. „Ich erwarte einen spannenden Zweikampf bis zum Schluss.“
Geipel meinte: „Wir sind optimal vorbereitet und gehen optimistisch in das DRM-Finale.“
Weigert steht vor dem DRM3-Titel
In der DRM3 könnte die Entscheidung deutlich weniger dramatisch ausfallen. Timo und Jasmin Weigert reisen im Renault Clio Rally3 mit einer komfortablen Ausgangsposition an. Da ihre bisherigen Titelrivalen Leonard Weiss und Nick Hainke nicht mehr antreten, hat Weigert den Titelgewinn selbst in der Hand.
„Wir müssen nur durchkommen, dann holen wir den Titel“, erklärt der Renault-Pilot, der zuletzt bei der Saarland-Pfalz Rallye nach einem frühen Reifenschaden bewusst auf Sicherheit gefahren war.
DRM4-Titel: Pusch vs. Nierenz
Mehr Spannung verspricht die DRM4. Patrick Pusch und Beifahrer Tilmann Bößert führen die Meisterschaft im Opel Corsa Rally4 mit zwölf Punkten Vorsprung an. Ihre Verfolger Kilian Nierenz und Milena Raithel treten mit einem baugleichen Fahrzeug an.
Pusch kennt die anspruchsvollen Strecken in der Lausitz bereits und möchte seinen Vorsprung möglichst ohne unnötiges Risiko verteidigen. Zu vorsichtig will er allerdings auch nicht fahren. „Es wäre gefährlich, nur taktisch zu fahren. Wir machen deshalb alles so wie immer“, erklärt der Tabellenführer.
Für Nierenz wird es dagegen eine Premiere. „Ich bin noch nie eine Schotterrallye gefahren. In der Lausitz habe ich aber oft zugeschaut und davon geträumt, selbst einmal mitzufahren“, freut sich der Opel-Pilot. Dass es schwierig wird, seinen Titelrivalen noch abzufangen, ist ihm bewusst. Dennoch will er bis zum Schluss kämpfen.

