Nach seinem starken Auftritt bei der 3-Städte-Rallye hat Carsten Mohe eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen. Der Sachse tauscht für den letzten Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft seinen Porsche 911 Rally GT gegen einen Skoda Fabia RS Rally2. Gemeinsam mit Beifahrerin Andrea Lieber will er damit seinen dritten Tabellenplatz verteidigen.
Der Wechsel hat vor allem strategische Gründe. Bei der 3-Städte-Rallye hatte sich Mohe mit einem starken Schlussspurt und der zweitschnellsten Zeit auf der Power Stage von Rang fünf auf den dritten Platz der DRM-Gesamtwertung verbessert. Nun soll der Allradler auf den Schotterprüfungen der Lausitz möglichst viele weitere Punkte bringen.
„Wir haben nach der 3-Städte-Rallye sehr viele Möglichkeiten analysiert, wie wir unseren dritten Platz in der DRM-Tabelle am besten verteidigen können“, erklärt Mohe. Da er gemäß Reglement nur noch einen der beiden verbleibenden Meisterschaftsläufe für seine Wertung nominieren darf, fiel die Wahl auf die Lausitz-Rallye Anfang November. Die Saarland-Pfalz Rallye Ende Oktober lässt das Duo aus.
Rückkehr zum Allradantrieb
Für Mohe bedeutet der Umstieg keine völlige Neuorientierung. Schon 2020 und 2021 war er bei der Lausitz-Rallye mit einem Allradfahrzeug unterwegs und verpasste damals einen Podestplatz nur knapp.
Der Skoda Fabia RS Rally2 bietet gegenüber dem heckgetriebenen Porsche auf den überwiegend losen Untergründen entscheidende Vorteile. Während Mohe mit dem 911 besonders auf Asphalt seine Stärken ausspielen konnte, verspricht der Rally2-Allradler auf den schnellen Schotterprüfungen eine bessere Ausgangslage.
Auch die Verbundenheit mit der Veranstaltung spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Neben der Rallye Erzgebirge betrachtet Mohe die Lausitz als zweite Heimrallye. Er und sein Team gehören seit vielen Jahren dem veranstaltenden Rallye-Renn- & Wassersport-Club Lausitz an.
„Wir möchten den Fans in der Lausitz unbedingt eine gute Show bieten und idealerweise ein gutes Ergebnis einfahren“, sagt Mohe. „Unsere Partner und Sponsoren wie VMS Vital Medical Supplies und die Starkenberger Gruppe stehen bei dem Fahrzeugwechsel voll hinter uns.“

