Eigentlich sollte Anfang dieser Woche Klarheit herrschen. Stattdessen bleibt offen, wo und wann die Rallye-Weltmeisterschaft 2026 zu Ende geht.
Saudi-Arabien steht weiterhin als Saisonfinale im Kalender, doch die Sicherheitslage im Nahen Osten macht eine Absage immer wahrscheinlicher. Besonders schwer wiegt, dass Toyota und Hyundai nach aktuellem Stand nicht nach Saudi-Arabien reisen können. Für beide Konzerne gelten derzeit interne Reisebeschränkungen für die Region.
Ein WM-Finale ohne zwei der wichtigsten Hersteller wäre sportlich kaum vermittelbar. Entsprechend deutet vieles darauf hin, dass die Veranstaltung gestrichen werden könnte.
Entscheidung erneut verschoben
Mit einer endgültigen Entscheidung war bereits am Montag gerechnet worden. Nun zieht sich die Abstimmung hinter den Kulissen offenbar weiter hin.
Dass die Unsicherheit längst praktische Folgen hat, zeigt der Umgang mit der Rallye Sardinien. Die Nennfrist für den vorletzten Saisonlauf wurde inzwischen erneut verlängert, diesmal bis Donnerstagabend. Hintergrund ist einzig die offene Frage, ob nach Sardinien überhaupt noch WM-Punkte vergeben werden.
Vor allem für WRC2-Teams ist das keine Nebensache. Dort müssen die Fahrer im Voraus festlegen, bei welchen Rallyes sie um Meisterschaftspunkte fahren. Solange niemand weiß, ob Saudi-Arabien im Kalender bleibt, hängt damit auch die Saisonplanung in der Luft.
Kommt ein Ersatzlauf?
Sollte Saudi-Arabien tatsächlich ausfallen, stellt sich sofort die nächste Frage: Wird die Saison einfach nach Sardinien beendet oder sucht die WRC kurzfristig einen Ersatz?
Als eine Möglichkeit wird erneut Katalonien genannt. Rund um Salou kennt die Rallye-WM die Straßen bestens. Traditionell wurde dort vor allem auf Asphalt gefahren, ein Schotterlauf wäre in der Region aber ebenfalls machbar.

