Dennis Rostek und Tobias Braun feierten in ihrem Skoda Fabia RS Rally2 bei der ADAC LadeManufaktur Rallye Ostwestfalen den ungefährdeten Gesamtsieg. Im Ziel des zehnten von 13 Vorläufen des Ravenol Deutschen Rallye Cup lagen sie nach 67 Wertungskilometern 25,4 Sekunden vor den Niederländern Jeroen Klein Kromhof und Melinn Haverkate im baugleichen Fabia. Klein Kromhofs Bruder Ceriel sicherte sich mit Co-Pilot Marcel Hanstede im Toyota GR Yaris Rally2 den letzten Podestplatz.
Die Mission, den Vorjahressieg zu verteidigen, endete für Christopher Gerhard und Charlotte Köhler schon vor der Halbzeit mit einem Getriebeproblem am Škoda Fabia R5. Insgesamt sahen 20 der 64 gestarteten Teams das Ziel nicht.
Gesamtrang sieben und vor allem der zweite Klassenplatz waren nicht das anvisierte Ziel von Michael Bieg und Vanessa Dagge, die im Mitsubishi Lancer (NC1) den Klassensieg angepeilt hatten. „Grundsätzlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es macht allerdings nachdenklich, wenn man mit zwei Minuten Rückstand nur Zweiter wird“, erklärt Bieg. „Die beiden Rundkurse mit den vielen Abzweigen gefielen mir im Gegensatz zur neuen Sprintprüfung nicht. Die war super, und da waren meine Zeiten auch direkt besser.“
Schläppi in den Ravenol-DRC-Vorläufen nicht mehr einzuholen
Mit Gesamtrang zehn als zweitbestes Team mit Frontantrieb und einem überzeugenden Sieg in der stark besetzten Klasse NC3 sicherten sich Mathias Schläppi und Dominique Juple erneut die höchstmögliche Klassenpunktzahl. Im Peugeot 208 R2 liegt der Schweizer mit nun 67,22 Punkten aus den maximal möglichen sieben Vorläufen vor dem Finallauf uneinholbar vorne.
„Wir haben jetzt schon eine gute Basis, aber man muss immer im Blick haben, dass beim Finale mit doppelter Punktzahl die Karten neu gemischt werden“, dämpft Schläppi zu hohe Erwartungen. „Bei unserem schlechtesten Resultat haben wir nur 9,12 Punkte erreicht. Gemeinsam mit dem Team werde ich überlegen, ob wir noch einen Anlauf starten, um dieses Ergebnis durch ein besseres Resultat zu ersetzen.“
Wie für viele Teams war auch für ihn „die neue Sprintprüfung mit den vielen Kurven das absolute Highlight“.
Niklas Pöttgen und David Wölwer sicherten sich in ihrem Seat Ibiza erneut souverän den Sieg in der seriennahen Klasse NC8. „Die Rallye hat richtig Spaß gemacht und war super organisiert. Vor allem die neue WP Vellern war spektakulär, viel mehr kann man aus der Region nicht herausholen.“ Pöttgen ergänzte: „Nicht nur die Reifen, auch ich brauchte diesmal etwas Anlauf, dann lief es wie am Schnürchen.“
„So können Rallyes laufen, wir sind super happy mit dem Ablauf der Ostwestfalen“, freuten sich Niklas und Guido Möller, die im BMW 318ti in der Klasse NC3 auf den dritten Platz fuhren und sich aufgrund der hohen Starterzahl noch 8,08 Punkte sicherten.
„Das Podium war in unserer stark besetzten Klasse das erklärte Ziel. Da waren fünf Teams hinter Schläppi in der Verlosung um die Podestplätze. Wir konnten gut mithalten und waren sehr zufrieden mit unserem Tempo.“
Pöttgen und Möller festigten mit ihren Platzierungen ihre Positionen auf den Rängen drei und vier hinter Schläppi und Müller in der DRC-Zwischenwertung.
Arwed Jungnickel ist Halbzeitmeister im ADAC Rallye Junior Cup
Nach den ersten vier Saisonläufen sicherte sich Arwed Jungnickel mit Bruder Aaron als Co-Pilot den Halbzeittitel im ADAC Rallye Junior Cup. Mit ihrem dritten Saisonsieg untermauerten sie auch ihre Ambitionen auf den Gesamtsieg in der Nachwuchsserie, die mit identischen Opel Corsa Rally6 (RC6) ausgetragen wird.
„Wir haben von Anfang an einen guten Rhythmus gefunden und uns sehr gefreut, dass wir die Führung bis ins Ziel verteidigen konnten. Wir hatten ja angekündigt, zeigen zu wollen, dass wir den Cup zu Recht anführen“, erklärte Jungnickel. „Wir haben noch viel Verbesserungspotenzial und daran werden wir weiterarbeiten. Unser Ziel ist jetzt klar: Wir wollen auch Meister werden!“
Mit bislang einem Saisonsieg und Platz zwei in Ostwestfalen festigte Kurt Escher, diesmal mit Nils Knöbel unterwegs, seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. „Hier bei der Rallye war für mich nur die Sprintprüfung herausfordernd“, erklärte Escher, der sich zwei der sechs möglichen Klassenbestzeiten sicherte.
„Mit der Saison bin ich – trotz des Ausfalls bei der Vissel – sehr zufrieden. Ich habe in diesem Jahr mit dem Rallyesport angefangen, und das war erst meine siebte Veranstaltung. Trotzdem konnte ich schon einige Akzente setzen.“
Lukas Meiners und Leon Witte sicherten sich in Ostwestfalen den dritten Platz und rückten damit auch in der Cup-Wertung auf Platz drei nach vorn. Rang vier belegen die Geschwister Luca und Merle Wanke, die auch diesmal auf den vierten Platz fuhren.
Die wichtigsten Korrekturen waren „Ravenol Deutschen Rallye Cup“, „waren nicht das anvisierte Ziel“, „zu hohe Erwartungen“, „8,08 Punkte“, „trotz des Ausfalls“, „Verbesserungspotenzial“ sowie mehrere Kommas und Satzanschlüsse.
Ergebnis 33. Rallye Ostwestfalen 2026
| 1. | Dennis Rostek / Tobias Braun | Skoda Fabia RS Rally2 | RC2 | 39:08,9 |
| 2. | Jeroen Klein Kromhof / M. Haverkate | Skoda Fabia RS Rally2 | RC2 | +25,4 |
| 3. | Ceriel Klein Kromhof / Marcel Hanstede | Toyota GR Yaris Rally2 | RC2 | +1:02,4 |
| 4. | Jim van den Heuvel / Youri Dockx | Mitsubishi Lancer Evo III | NC1 | +1:49,3 |
| 5. | Eduard Eertink / C. van Rijsen | Toyota GR Yaris Rally2 | RC2 | +1:53,0 |
| 6. | Nico Knacker / Nico Eichenauer | Citroën DS3 R3T Max | RC4 | +2:43,3 |
| 7. | Michael Bieg / Vanessa Dagge | Mitsubishi Lancer Evo IX | NC1 | +3:41,9 |
| 8. | Karl-Otto Niebäumer / Anna Niebäumer | Opel Corsa Rally4 | RC4 | +3:47,4 |
| 9. | S. ter Reehorst / P. van Teunenbroek | Ford Fiesta R5 | RC2 | +3:56,5 |
| 10. | Mathias Schläppi / Dominique Juple | Peugeot 208 R2 | NC3 | +4:32,0 |


