Deutscher Rallye Cup

Rostek gewinnt in Ostwestfalen – Schläppi baut DRC-Führung aus

Dennis Rostek gewinnt die ADAC Rallye Ostwestfalen souverän. Mathias Schläppi sammelt in der NC3 erneut die Maximalpunktzahl und ist nach den Vorläufen des Ravenol Deutschen Rallye Cup nicht mehr einzuholen.

7. September 2026

Michael Heimrich

Rostek gewinnt in Ostwestfalen – Schläppi baut DRC-Führung aus

Dennis Rostek und Tobias Braun feierten in ihrem Skoda Fabia RS Rally2 bei der ADAC LadeManufaktur Rallye Ostwestfalen den ungefährdeten Gesamtsieg. Im Ziel des zehnten von 13 Vorläufen des Ravenol Deutschen Rallye Cup lagen sie nach 67 Wertungskilometern 25,4 Sekunden vor den Niederländern Jeroen Klein Kromhof und Melinn Haverkate im baugleichen Fabia. Klein Kromhofs Bruder Ceriel sicherte sich mit Co-Pilot Marcel Hanstede im Toyota GR Yaris Rally2 den letzten Podestplatz.

Die Mission, den Vorjahressieg zu verteidigen, endete für Christopher Gerhard und Charlotte Köhler schon vor der Halbzeit mit einem Getriebeproblem am Škoda Fabia R5. Insgesamt sahen 20 der 64 gestarteten Teams das Ziel nicht.

Gesamtrang sieben und vor allem der zweite Klassenplatz waren nicht das anvisierte Ziel von Michael Bieg und Vanessa Dagge, die im Mitsubishi Lancer (NC1) den Klassensieg angepeilt hatten. „Grundsätzlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es macht allerdings nachdenklich, wenn man mit zwei Minuten Rückstand nur Zweiter wird“, erklärt Bieg. „Die beiden Rundkurse mit den vielen Abzweigen gefielen mir im Gegensatz zur neuen Sprintprüfung nicht. Die war super, und da waren meine Zeiten auch direkt besser.“

Schläppi in den Ravenol-DRC-Vorläufen nicht mehr einzuholen

Mit Gesamtrang zehn als zweitbestes Team mit Frontantrieb und einem überzeugenden Sieg in der stark besetzten Klasse NC3 sicherten sich Mathias Schläppi und Dominique Juple erneut die höchstmögliche Klassenpunktzahl. Im Peugeot 208 R2 liegt der Schweizer mit nun 67,22 Punkten aus den maximal möglichen sieben Vorläufen vor dem Finallauf uneinholbar vorne.

„Wir haben jetzt schon eine gute Basis, aber man muss immer im Blick haben, dass beim Finale mit doppelter Punktzahl die Karten neu gemischt werden“, dämpft Schläppi zu hohe Erwartungen. „Bei unserem schlechtesten Resultat haben wir nur 9,12 Punkte erreicht. Gemeinsam mit dem Team werde ich überlegen, ob wir noch einen Anlauf starten, um dieses Ergebnis durch ein besseres Resultat zu ersetzen.“

Wie für viele Teams war auch für ihn „die neue Sprintprüfung mit den vielen Kurven das absolute Highlight“.

Niklas Pöttgen und David Wölwer sicherten sich in ihrem Seat Ibiza erneut souverän den Sieg in der seriennahen Klasse NC8. „Die Rallye hat richtig Spaß gemacht und war super organisiert. Vor allem die neue WP Vellern war spektakulär, viel mehr kann man aus der Region nicht herausholen.“ Pöttgen ergänzte: „Nicht nur die Reifen, auch ich brauchte diesmal etwas Anlauf, dann lief es wie am Schnürchen.“

„So können Rallyes laufen, wir sind super happy mit dem Ablauf der Ostwestfalen“, freuten sich Niklas und Guido Möller, die im BMW 318ti in der Klasse NC3 auf den dritten Platz fuhren und sich aufgrund der hohen Starterzahl noch 8,08 Punkte sicherten.

„Das Podium war in unserer stark besetzten Klasse das erklärte Ziel. Da waren fünf Teams hinter Schläppi in der Verlosung um die Podestplätze. Wir konnten gut mithalten und waren sehr zufrieden mit unserem Tempo.“

Pöttgen und Möller festigten mit ihren Platzierungen ihre Positionen auf den Rängen drei und vier hinter Schläppi und Müller in der DRC-Zwischenwertung.

Arwed Jungnickel ist Halbzeitmeister im ADAC Rallye Junior Cup

Nach den ersten vier Saisonläufen sicherte sich Arwed Jungnickel mit Bruder Aaron als Co-Pilot den Halbzeittitel im ADAC Rallye Junior Cup. Mit ihrem dritten Saisonsieg untermauerten sie auch ihre Ambitionen auf den Gesamtsieg in der Nachwuchsserie, die mit identischen Opel Corsa Rally6 (RC6) ausgetragen wird.

„Wir haben von Anfang an einen guten Rhythmus gefunden und uns sehr gefreut, dass wir die Führung bis ins Ziel verteidigen konnten. Wir hatten ja angekündigt, zeigen zu wollen, dass wir den Cup zu Recht anführen“, erklärte Jungnickel. „Wir haben noch viel Verbesserungspotenzial und daran werden wir weiterarbeiten. Unser Ziel ist jetzt klar: Wir wollen auch Meister werden!“

Mit bislang einem Saisonsieg und Platz zwei in Ostwestfalen festigte Kurt Escher, diesmal mit Nils Knöbel unterwegs, seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. „Hier bei der Rallye war für mich nur die Sprintprüfung herausfordernd“, erklärte Escher, der sich zwei der sechs möglichen Klassenbestzeiten sicherte.

„Mit der Saison bin ich – trotz des Ausfalls bei der Vissel – sehr zufrieden. Ich habe in diesem Jahr mit dem Rallyesport angefangen, und das war erst meine siebte Veranstaltung. Trotzdem konnte ich schon einige Akzente setzen.“

Lukas Meiners und Leon Witte sicherten sich in Ostwestfalen den dritten Platz und rückten damit auch in der Cup-Wertung auf Platz drei nach vorn. Rang vier belegen die Geschwister Luca und Merle Wanke, die auch diesmal auf den vierten Platz fuhren.

Die wichtigsten Korrekturen waren „Ravenol Deutschen Rallye Cup“, „waren nicht das anvisierte Ziel“, „zu hohe Erwartungen“, „8,08 Punkte“, „trotz des Ausfalls“, „Verbesserungspotenzial“ sowie mehrere Kommas und Satzanschlüsse.

Ergebnis 33. Rallye Ostwestfalen 2026

1.Dennis Rostek / Tobias BraunSkoda Fabia RS Rally2RC239:08,9
2.Jeroen Klein Kromhof / M. HaverkateSkoda Fabia RS Rally2RC2+25,4
3.Ceriel Klein Kromhof / Marcel HanstedeToyota GR Yaris Rally2RC2+1:02,4
4.Jim van den Heuvel / Youri DockxMitsubishi Lancer Evo IIINC1+1:49,3
5.Eduard Eertink / C. van RijsenToyota GR Yaris Rally2RC2+1:53,0
6.Nico Knacker / Nico EichenauerCitroën DS3 R3T MaxRC4+2:43,3
7.Michael Bieg / Vanessa DaggeMitsubishi Lancer Evo IXNC1+3:41,9
8.Karl-Otto Niebäumer / Anna NiebäumerOpel Corsa Rally4RC4+3:47,4
9.S. ter Reehorst / P. van TeunenbroekFord Fiesta R5RC2+3:56,5
10.Mathias Schläppi / Dominique JuplePeugeot 208 R2NC3+4:32,0

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