Entscheidung in Wales

Rali Ceredigion: Meeke gewinnt – Suninen ist Europameister

Kris Meeke feiert bei der Rali Ceredigion seinen ersten Sieg in der Rallye-Europameisterschaft. Teemu Suninen reicht Rang zwei zum vorzeitigen Titelgewinn, Andrea Mabellini kann die Entscheidung nicht mehr vertagen.

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6. September 2026

Michael Heimrich

Rali Ceredigion: Meeke gewinnt – Suninen ist Europameister

Kris Meeke hat die Rali Ceredigion in Wales gewonnen und damit seinen ersten ERC-Sieg überhaupt gefeiert. Im Toyota GR Yaris Rally2 setzte sich der Nordire mit 38,6 Sekunden Vorsprung gegen Teemu Suninen im Skoda Fabia RS Rally2 durch. Rang zwei genügte dem Finnen, um sich bereits einen Lauf vor Saisonende erstmals zum Rallye-Europameister zu krönen. 

Zu Beginn hatte noch Suninen die Nase vorn. Nach den vier Prüfungen am Freitagabend lag er 0,9 Sekunden vor Meeke. Doch gleich auf der ersten Prüfung am Samstag unterlief dem Finnen ein Fehler. Beim Herausbeschleunigen aus einer Spitzkehre drehte er sich halb ein und verlor 13,6 Sekunden auf Meeke.

Suninen konterte wenig später und rückte wieder bis auf sieben Sekunden heran. Meeke antwortete allerdings mit drei Bestzeiten in Folge und baute seinen Vorsprung bis zum Samstagabend auf 20,5 Sekunden aus. 

Am Sonntag geriet Suninen erneut in Schwierigkeiten. Auf der 14. Wertungsprüfung drehte er sich ein zweites Mal, beschädigte dabei die Front seines Skoda und zog sich ein Kühlwasserleck zu. Das Auto konnte im Service repariert werden, anschließend brachte Suninen Rang zwei sicher ins Ziel.

„Unglaublich. Am Mittwoch konnte ich noch nicht glauben, dass wir dieses Tempo gehen können, weil ich ziemlich krank war“, sagte Suninen im Ziel. „Am Ende haben wir einen guten Job gemacht und viel gelernt. Es war insgesamt eine sehr gute Saison für uns, vor allem auf Asphalt.“

Meeke findet den Rhythmus wieder

Für Meeke war der Erfolg zugleich sein erster Rallyesieg auf britischem Boden seit 2007. Der frühere WRC-Pilot zeigte sich nach dem Ziel entsprechend erleichtert.

„Was für ein Wochenende. Danke an alle, die mich hierher gebracht haben. Wenn das Paket stimmt, macht es einfach unglaublich viel Spaß“, sagte Meeke. „Dieses Gefühl, wieder richtig in den Flow zu kommen, mit den Michelin-Reifen auf dem Auto, das war großartig. Ich fühle mich wieder zuhause. Wenn das Paket passt, kann ich fahren.“

Der Satz dürfte für Meeke mehr bedeuten als nur dieser eine Sieg. Nach Jahren mit wechselnden Programmen und vereinzelten Einsätzen klang da einiges an Erleichterung mit.

Mabellini verliert letzte Titelchance

Hinter Meeke und Suninen komplettierte der bisherige Europameister Miko Marczyk das Podium. Max McRae und Lokalmatador Meirion Evans folgten auf den Plätzen vier und fünf und erzielten damit jeweils ihr bislang bestes ERC-Ergebnis. 

Andrea Mabellini kam mit einer rechnerischen Titelchance nach Wales. Der Lancia-Pilot durfte gegenüber Suninen jedoch nicht mehr als neun Punkte verlieren. Vor der Power Stage lag die Differenz genau in diesem Bereich, Mabellini hätte Suninen dort also deutlich schlagen müssen.

Doch der Italiener kam nur auf die siebtbeste Zeit, während Suninen die Power Stage gewann. Damit war die Meisterschaft entschieden. Mabellini beendete die Rallye auf Rang sechs. 

Erik Cais wurde bei seinem ersten Rallyestart in Großbritannien Siebter vor Simone Tempestini. In der Junior-EM setzte sich Timo Schulz durch. Sein Opel-Teamkollege Tom Heindrichs hatte am Samstagabend noch 0,1 Sekunden vor ihm gelegen, schied aber nach einem Unfall am Sonntagmorgen aus. Auch Colin Dünker (Ford) verunfallte und erreichte das Ziel nicht. Claire Schönborn (Opel) erreichte den siebten Rang in der RC4.

Ergebnis Rali Ceredigion 2026

1.Kris Meeke / Noel O’Sullivan jnr.Toyota GR Yaris Rally2RC21:29:45,3
2.Teemu Suninen / Antti HaapalaSkoda Fabia RS Rally2RC2+38,6
3.Mikołaj Marczyk / Szymon GospodarczykSkoda Fabia RS Rally2RC2+1:03,4
4.Max McRae / Cameron FairSkoda Fabia RS Rally2RC2+1:43,8
5.Meirion Evans / Dale FurnissToyota GR Yaris Rally2RC2+1:51,2
6.Andrea Mabellini / Virginia LenziLancia Ypsilon Rally2 HF IntegraleRC2+2:20,1
7.Erik Cais / Igor BacigálHyundai i20 N Rally2RC2+2:44,8
8.Simone Tempestini / F. MaiorSkoda Fabia RS Rally2RC2+3:36,2
9.Ville Vatanen / Joonas OjalaFord Fiesta Rally3RC3+7:19,7
10.Casey Jay Coleman / Killian McArdleFord Fiesta Rally3RC3+7:21,3

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