Die Rallylegend 2026 verbindet einmal mehr aktuelle WRC-Technik mit der Geschichte des Rallyesports. Gut einen Monat vor der Veranstaltung haben die Organisatoren die Teilnahme von M-Sport Ford und Lancia Corse HF bestätigt.
Für M-Sport wird Martiņš Sesks den Ford Puma Rally1 fahren. Der Lette und sein Auto reisen unmittelbar nach dem italienischen WM-Lauf auf Sardinien nach San Marino weiter.
Von Donnerstag bis Samstag gehört Sesks zum Feld der „Legend Stars“, am Sonntag nimmt er mit dem Puma am Memorial Bettega teil. Dort soll er gegen drei weitere prominente Fahrer antreten, deren Namen noch bekanntgegeben werden.
„Ich habe über die Jahre natürlich viele Videos von der Rallylegend gesehen. Es ist ein ikonischer Ort, um die Fans zu treffen und eine gute Show zu bieten“, sagt Sesks. „Deshalb war es eine tolle Nachricht, dass ich dieses Jahr dort mit dem Puma Rally1 fahren werde.“
Die Organisatoren arbeiten zudem an der Teilnahme eines zweiten aktuellen WRC-Teams. Eine entsprechende Vereinbarung soll kurz vor dem Abschluss stehen.
Lancia erstmals mit Rally2 bei der Rallylegend
Auch Lancia nutzt die Veranstaltung für einen Auftritt mit aktueller Technik. Zwei Ypsilon Rally2 HF Integrale sollen in San Marino eingesetzt werden.
Eines der Autos fährt Nikolay Gryazin. Der unter bulgarischer Lizenz startende Russe gehört zum aktuellen WRC2-Programm von Lancia. Sein Fahrzeug wird bei der Rallylegend von F.P.F. Sport eingesetzt.
Das zweite Auto übernimmt Rachele Somaschini. Die Italienerin kehrt damit in den Rallyesport zurück, nachdem sie 2025 mehrere europäische WM-Läufe mit einem Citroen C3 Rally2 bestritten hatte und 2026 bei der Dakar Classic mit einem Mercedes-Benz Unimog antrat.
Für Lancia ist der Auftritt auch eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. „Rallylegend ist eine einzigartige Veranstaltung, die verschiedene Generationen von Fans zusammenbringt“, erklärt Luca Martello von Lancia Corse HF. „Für uns ist es ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zurück in den Wettbewerb.“
Gruppe B mit großem Aufgebot
Einen Schwerpunkt bildet 2026 außerdem die Gruppe B. Vierzig Jahre nach dem Ende dieser Ära sind bereits mehr als 20 Fahrzeuge für Wettbewerb und Ausstellung angekündigt.
Dabei sollen mehrere ehemalige Weltmeister wieder mit jenen Autos zu sehen sein, mit denen sie Rallyegeschichte geschrieben haben. Stig Blomqvist fährt einen Audi Quattro, Timo Salonen und Juha Kankkunen treten mit Peugeot 205 Turbo 16 an. Miki Biasion und Markku Alén sollen im Lancia Delta S4 starten.
