DRC 2026

DRC-Spitze im Visier: Schläppi will in Ostwestfalen nachlegen

Der Ravenol Deutsche Rallye Cup geht am Samstag bei der ADAC LaderManufaktur Rallye Ostwestfalen in seine zehnte Runde. Während Mathias Schläppi seine Tabellenführung festigen will, treffen an der Spitze mehrere frühere Gesamtsieger aufeinander.

3. September 2026

DRC MEDIA TEAM

DRC-Spitze im Visier: Schläppi will in Ostwestfalen nachlegen

Die zehnte Runde des Ravenol Deutschen Rallye Cup führt die Teilnehmer am 5. September nach Ostwestfalen. Rund um Rietberg-Mastholte warten auf die 68 genannten Teams drei Wertungsprüfungen mit insgesamt rund 70 Kilometern. Zwei Rundkurse werden ergänzt durch eine neue, knapp zwölf Kilometer lange Sprintprüfung mit einem kurzen Schotteranteil. Alle Prüfungen werden zweimal gefahren. 

Im Kampf um den Gesamtsieg kommt es zu einem interessanten Aufeinandertreffen. Christopher Gerhard startet gemeinsam mit Charlotte Köhler im Skoda Fabia R5 und reist als amtierender Sieger der Rallye Ostwestfalen an. Dennis Rostek, diesmal im Skoda Fabia RS Rally2, gewann die Veranstaltung bereits 2021 und 2023. Insgesamt stehen sechs Rally2-Fahrzeuge am Start.

Dahinter lauert mit Walter Gromöller ein Mann, der die Rallye bestens kennt. Im neu aufgebauten Opel Ascona 400 hat er beim Heimspiel bereits dreimal den zweiten Gesamtrang erreicht. 

Schläppi kann wichtiges Vorlauf-Ergebnis sichern

Für Mathias Schläppi geht es weniger um den Gesamtsieg als um wertvolle Punkte für den Ravenol DRC. Der Schweizer startet mit Dominique Juple im Peugeot 208 R2 und trifft in der NC3 auf 14 Konkurrenten.

Schläppi hat seine Klasse in dieser Saison bereits fünfmal gewonnen. Ein weiterer Erfolg würde seine Ausgangslage vor dem Finale nochmals verbessern. In die Wertung gehen die sieben besten Resultate aus maximal neun Vorläufen ein, beim Endlauf wird die Punktzahl verdoppelt.

„Optimal wäre es, wieder gut zu punkten, dann hätten wir unsere sieben Resultate aus den Vorläufen zusammen“, sagt Schläppi. Im vergangenen Jahr fuhr er bei der Rallye Ostwestfalen auf Rang sieben der Gesamtwertung. Angesichts der stärker besetzten Spitze erwartet er diesmal einen schwierigeren Kampf. 

Auch Niklas Pöttgen und David Wölwer stehen unter Zugzwang. Im Seat Ibiza starten sie in der seriennahen Klasse NC8 und brauchen nach eigener Einschätzung einen Klassensieg, um ihre Chancen im DRC zu wahren.

„Wenn wir uns noch eine Chance im DRC bewahren wollen, kommen wir an einem Klassensieg nicht vorbei“, lautet die klare Ansage. Die schnellen Passagen und harten Bremszonen der Rallye kommen dem Duo nach eigener Einschätzung entgegen. 

Knapp hinter Pöttgen liegt Niklas Möller auf Rang vier der Zwischenwertung. Gemeinsam mit Guido Möller tritt er im BMW 318ti ebenfalls in der NC3 an.

„Trotz zwei Stunden Anreise ist die Landschaft in Ostwestfalen unserer Heimat im Westmünsterland sehr ähnlich, sodass ich von einem kleinen Heimspiel sprechen kann“, erklärt Möller. Gerade die wechselnden Straßenbeläge und Bodenwellen würden die Prüfungen im Renntempo deutlich interessanter machen, als es beim Aufschrieb zunächst den Anschein habe. 

Michael Bieg und Vanessa Dagge wollen im Mitsubishi Lancer in der NC1 ebenfalls Boden gutmachen. Bieg liegt derzeit auf Rang acht der DRC-Wertung und erinnert sich gerne an seinen letzten Start in Ostwestfalen 2023, den er mit einem Klassensieg beendete.

Junior Cup erreicht Saisonhalbzeit

Neben dem DRC wird in Ostwestfalen auch die vierte von acht Runden des ADAC Rallye Junior Cup ausgetragen. Die Nachwuchsteams treten mit identischen Opel Corsa Rally6 an.

Arwed und Aaron Jungnickel reisen als Tabellenführer an. „Wir möchten zeigen, dass wir zurecht den Cup anführen“, geben sie als Ziel aus.

Kurt Escher liegt auf Rang zwei und startet diesmal mit Nils Knöbel. Nach dem Ausfall bei der Vissel-Rallye sieht er seine Titelchancen bereits geschwächt, will die verbleibenden Läufe aber offensiv angehen. Rang drei teilen sich punktgleich Lukas Meiners/Leon Witte und Luca/Merle Wanke.

Zusätzliche Punkte und Prämien gibt es für Bestzeiten innerhalb des Junior Cups. Pro Cup-Bestzeit werden in der Ravenol Speed Trophy 50 Euro ausgeschüttet. 

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