Nach dem Doppelpodium in Paraguay: Wie zuversichtlich sind Sie, diese Leistung auch in Chile zeigen zu können?
„Nach dem Doppelpodium in Paraguay haben wir ein gutes Maß an Vertrauen, dass wir die gleiche Geschwindigkeit auch bei der Rallye Chile zeigen können, auch wenn sich Straßenbelag und Wetterbedingungen zwischen Paraguay und Chile unterscheiden. Wir erwarten niedrigere Temperaturen, zudem hat es in der Region in den vergangenen Wochen viel geregnet.
Das Profil und der Aufbau der Straßen sind anders, das Grundprinzip ist aber dasselbe: mittelschnelle bis schnelle Schotterstraßen mit stärkerer Querneigung und größeren Höhenunterschieden. Wir sind überzeugt, dass alle drei Crews konkurrenzfähig sein können.
Die Herausforderung besteht darin, dass inzwischen fünf Toyota-Fahrer um den Gesamtsieg kämpfen und sechs Fahrer 2026 bereits Rallyes gewonnen haben. Ein Podiumsplatz wird genauso schwer zu erreichen sein, und Erfolg muss man sich verdienen.“
Welche Erkenntnisse aus Paraguay können Ihnen in Chile helfen?
„Aus Lernsicht war Paraguay eine sehr gute Rallye, weil sich die Bedingungen überhaupt nicht so entwickelt haben, wie wir es erwartet hatten. Eine der größten Fragen während der gesamten Veranstaltung war, wann der Regen kommen würde.
Für Freitag waren trockene Bedingungen angekündigt, ab Samstagmorgen sollte es regnen. Am Ende blieben die Prüfungen trotz des Sturms, der am Samstagmorgen den Servicepark verwüstete, weitgehend trocken.
Das brachte dem Team allerdings den unerwarteten Vorteil, mehrere Optionen ausprobieren zu können, die unter diesen Bedingungen normalerweise keine Rolle gespielt hätten. Da Thierry und Martijn nach dem Restart-Reglement wieder unterwegs waren, konnten sie ein radikaleres Setup testen.
Das half uns, einige Details zu bestätigen und gab uns zusätzliches Vertrauen, dass die jüngsten Updates das Einsatzfenster des Autos vergrößert haben. Das ist mit Blick auf die kommenden Rallyes sehr positiv.“
Was erwarten Sie von der Rallye Chile?
„Chile ist eine weitere Rallye, bei der die Führung hin und her wechseln kann und bei der eine Zehntelsekunde nicht das entscheidende Element ist. Hier wird konstante Geschwindigkeit belohnt.
Unser größter Vorteil für Chile ist, dass unser Auto in diesem Jahr sehr zuverlässig war. Wir wissen, dass das Fahrzeug stark ist, wenn die Bedingungen schwierig werden. Das ist das Ergebnis eines erheblichen Aufwands des gesamten Teams, um die Evo-Version des Fahrzeugs besser zu verstehen und entsprechend anzupassen.
2025 belegten Adrien und Thierry die Plätze drei und vier. Das waren gute Ergebnisse, aber das Tempo von Ott Tänak hat uns gezeigt, welches Potenzial im Auto steckt. Ich bin überzeugt, dass wir drei Crews haben werden, die um das Podium kämpfen können.“


