Sowohl im Schotter-Cup als auch in der ADMV-Meisterschaft ist die Lausitz-Rallye nicht nur der Finallauf, sondern auch der sportliche Höhepunkt der Saison, bei dem die Fahrer – dank hoher Koeffizienten – auch besonders viele Punkte sammeln können. Gleichzeitig ist die Lausitz-Rallye mit rund 120 Schotter-Kilometern auch der härteste Wettbewerb des Jahres. Deshalb stehen alle Vorab-Rechnungen unter dem Vorbehalt: „Wenn Du siegen willst, musst Du erstmal auf die Zielrampe kommen.“
Das ist keineswegs selbstverständlich. 2020 hatte Dark Liebehenschel den Sieg in der Klasse, in der Gruppe und im Schotter-Cup vor Augen, als er zwischen Ziel und Stopp der vorletzten Prüfung einen Findling rammte. Drei Jahre zuvor fielen die vier Titelkandidaten nacheinander aus, so dass Sebastian Vollak, der bereits am Freitag als Erster in der Arena gestrandet war, zu Hause in Solingen per Telefon vom Cup-Sieg erfuhr!
Schotter-Cup-Finale mit drei Top-Kandidaten
Für den Finallauf im Schotter-Cup haben sich 30 eingeschriebene Teams angemeldet. Der drittplatzierte Schwede Stig Andervang fehlt, sein Hyundai soll in dieser Woche verkauft werden. Als Tabellenführer kommt Dark Liebehenschel nach Boxberg, doch der Skoda-Pilot hat eine extrem schwere Aufgabe zu lösen, weil sich in seiner Klasse RC2 alle Top-Fahrer der DRM und der FIA European Trophy tummeln. So startet der junge Finne Rasmus Tuominen mit der besten Ausgangsposition; nach seinen vier souveränen Siegen in der Klasse NC1 hat er gute Chancen, mit einem Podiumsplatz in seiner Klasse vom zweiten auf den ersten Tabellenplatz zu springen.
Dritter ernsthafter Anwärter auf den Cup-Sieg ist Yannik Keller, der im Ford Fiesta in der 2-Liter-Klasse NC3 zu den Favoriten zählt. Der Getriebeschaden im Havelland hat ihm zwar ein Streichresultat und einige lange Abende in der Werkstatt beschert, aber ein Klassensieg könnte den 24-Jährigen aus dem Erzgebirge auf die Siegerstraße bringen. Die Junior-Wertung des Schotter-Cups hat Keller so gut wie sicher in der Tasche, allerdings hat der gerade 18 Jahre gewordene Ian Hayn im Suzuki Swift noch eine theoretische Chance.
Noch vier ADMV-Entscheidungen offen
Raphael Ramonat und Karina Derda reisen mit einem komfortablen Vorsprung zum Finallauf der ADMV-Meisterschaft. Wenn der bunte Mitsubishi Evo 10 an beiden Abenden auf der Zielrampe steht, haben sie den Titel sicher. Dahinter geht es äußerst spannend zu, für Platz 2 gibt es fast ein Dutzend Anwärter, angeführt von Torsten Brunke (Golf) und den Junioren Yannik Keller und Moritz Wagner (Suzuki).
In diesem Pulk kämpfen auch Norbert Meyer (Volvo 940) und André Raupach (Toyota Yaris) um Platz 1 in der Gruppe-G-Sonderwertung. Bei den U25-Junioren startet Yannik Keller als klarer Spitzenreiter vor Moritz Wagner und Ian Hayn zum Endlauf. Last but not least: In der Sächsischen Meisterschaft liefern sich Keller und Titelverteidiger Pierre Günther, der diesmal im Renault Clio Rally5 startet, ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Siegerpokale. Mit 23 eingeschriebenen Teams sind die ADMV-Teilnehmer nicht zu übersehen.
Spektakuläre Bilder für die Rallye-Fans
Schotter satt bedeutet für die Zuschauer jede Menge Spaß mit Jumps und Drifts. Die Lausitz-Rallye führt fast komplett über das Firmengelände der LEAG und über den Truppenübungsplatz. Hier sind Zuschauer strengstens verboten. Dafür richtet der RRWC wieder eine Reihe von Zuschauerzonen ein, die erstklassig ausgeschildert sind.
Die zentralen Plätze sind in diesem Jahr neu: Der Serviceplatz wechselt vom Bärwalder See auf den alten Busbahnhof in Boxberg, direkt von der B 156 erreichbar vis-à-vis vom Kraftwerk, mit eigenem Zuschauer-Parkplatz. Die Start-Ziel-Rampe wird mitten in Boxberg vor der Gemeindeverwaltung aufgebaut und auch nach jeder Servicepause angesteuert.
Mehr Infos für die Fans unter www.lausitz-rallye.de
