Zusammenfassung 2. Etappe: Panizzi vor WM-Spitzenreiter Grönholm

Gilles Panizzi und Peugeot domieren auch weiterhin die Rallye San Remo. Auch der zweite Tagessieg ging an den Franzosen.

21. September 2002

Michael Heimrich

Zusammenfassung 2. Etappe: Panizzi vor WM-Spitzenreiter Grönholm

Peugeot gibt bei der Rallye San Remo weiterhin den Ton an. Die französischen Vorjahressieger Gilles und Hervé Gilles gewannen am Samstag auch die zweite Etappe und behaupteten die Führung mit 22,1 Sekunden Vorsprung auf ihre finnischen Stallgefährten Marcus Grönholm/Timo Rautiainen.

Das bislang führende Peugeot-Trio sprengten auf der letzten Tagesprüfung die Subaru- Piloten Petter Solberg/Philip Mills (Norwegen/Großbritannien), die die Briten Richard Burns/Robert Reid auf den vierten Platz verdrängten und als Gesamt-Dritte mit einem Rückstand von 59,7 Sekunden ins Tagesziel kamen.

«Ich musste meinen Rhythmus einhalten, sonst wäre Marcus Grönholm zu nahe gekommen», sagte der zweifache Saisonsieger Panizzi, der in den beiden letzten Jahren den italienischen WM-Klassiker gewonnen hatte, wegen eines Schlüsselbeinbruchs bei den vorausgegangenen zwei WM-Läufen in Finnland und Deutschland aber pausieren musste. Mit 9 von 14 möglichen Bestzeiten unterstrich der am Donnerstag 37 Jahre alt gewordene Panizzi seine Ausnahmestellung auf Asphalt. «Ich bin vom Tempo von Gilles überrascht. Mit seiner Verletzung hatte ich nicht erwartet, dass er so schnell ist», scherzte der auf Platz zwei liegende Grönholm.

Für den Vortages-Zweiten Philippe Bugalski (Frankreich) endete die Rallye auf der zweiten Tagesprüfung, als er mit seinem Citroen Xsara von der engen Bergstraße abkam. Wegen eines Unfalls mit dem Subaru Impreza schieden auf dieser Prüfung auch Klaus Wicha (Bad Karlshafen) und sein österreichischer Fahrer Achim Mörtl, auf Rang 13 liegend, aus. Beide Teams blieben unverletzt. Einzige Deutsche sind Niki Schelle/Tanja Geilhausen (Hohenpeißenberg/Windeck), die im 1600er Suzuki Ignis den 21. Tagesplatz und in der Wertung der Junior-WM Rang sieben erreichten.

Weit hinter den Erwartungen zurück blieb der dreimalige Saisonsieger und WM-Zweite Colin McRae (Schottland) in seinem Ford Focus auf der Fahrt durch die ligurischen Seealpen. Der zweifache Italien-Sieger (1996 und 1997 auf Subaru) und WM-Rekordgewinner (25 Siege) kam mangels Spitzenzeiten über einen achten Etappenplatz (Rückstand: 3:44,3 Minuten) nicht hinaus. Der elfte Lauf der Rallye- Weltmeisterschaft endet am (morgigen) Sonntag um 15.00 Uhr in San Remo. (dpa)

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