Zufriedenheit bei Mitsubishi

Nach dem Podiumserfolg bei der Rallye Monte Carlo eroberte Mitsubishi auch beim zweiten WM-Lauf in Schweden wertvolle Punkte.

13. Februar 2005

Michael Heimrich

Zufriedenheit bei Mitsubishi

Nach 20 anspruchsvollen Prüfungen beendete Harri Rovanperä die einzige Schnee-Rallye im WM-Kalender auf einem starken vierten Platz. Teamkollege Gianluigi „Gigi“ Galli wurde Siebter. Beide Fahrer markierten je eine Prüfungsbestzeit. Das gute Abschneiden der Mitsubishi Piloten sowohl in Schweden als auch zuvor in Monaco spiegelt sich in der WM-Tabelle wider: In der Herstellerwertung trennen Mitsubishi nur drei Punkte vom Spitzenreiter Ford.

Die Schneedecke in den schwedischen Wäldern war in diesem Jahr ungewöhnlich dünn, immer wieder drang Schotter an die Oberfläche und sorgte so für unterschiedliche Grip-Verhältnisse. Harri Rovanperä fand zunächst keine optimale Abstimmung für die schwierigen Bedingungen, legte im Verlauf der Rallye aber an Tempo zu und verbesserte sich Platz für Platz in der Gesamtwertung. Schließlich lieferte sich der 38 Jahre alte Finne bis ins Ziel ein spannendes Duell mit Henning Solberg um die vierte Position. Mit einer Bestzeit auf der letzten der insgesamt 20 Prüfungen setzte sich der Mitsubishi Pilot schließlich durch.

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen kam Gigi Galli von Beginn an bestens mit dem Auto und den Strecken zurecht. Auf der sechsten Prüfung fuhr der Italiener seine erste Bestzeit am Steuer des Lancer WRC05 ein. Am Ende des ersten Tages belegte er bereits Platz vier. Getriebe-Probleme und eine defekte Antriebswelle warfen Galli aber auf den achten Platz zurück. Am dritten Rallye-Tag stand die Zielankunft im Vordergrund. Dennoch markierte Galli auf der vorletzten Prüfung die zweitbeste Zeit und verbesserte sich auf den siebten Rang der Endwertung. „Das war erst meine fünfte Rallye in einem World Rally Car. Daher bin ich sehr zufrieden, unter die besten Zehn gefahren zu sein“, bilanzierte der 32-Jährige.

Mehr als zufrieden war auch Mario Fornaris, der technische Direktor des Mitsubishi WM-Teams: „Wir haben uns unter den Top-Teams etabliert und freuen uns jetzt auf die nächste Rallye in Mexiko.“ Im Anschluss an die Schweden-Rallye wird Mitsubishi einen Schotter-Test absolvieren. Dabei werden die Lancer WRC05 auch mit dem neuen aktiven Differenzial ausgerüstet. Ob das System schon in Mexiko (11. – 13.3.) eingesetzt wird, hängt von den Erfahrungen ab, die bei dem Probelauf gesammelt werden. Als Fahrer für den dritten WM-Lauf hat Mitsubishi Harri Rovanperä und Gilles Panizzi nominiert. Gigi Galli wird seine Teamkollege bei der Vorbereitung auf die erste Schotterrallye des Jahres vor Ort unterstützen.

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