Robert Virves (Skoda) ist WRC2-Weltmeister 2026. Die Entscheidung fiel nicht auf der Strecke, sondern durch die Streichung der Rallye Saudi-Arabien aus dem WM-Kalender. Da kein Ersatzlauf angesetzt wird, endet die Saison mit der Rallye Sardinien vom 1. bis 4. Oktober.
Damit ist der Vorsprung des Esten nicht mehr einzuholen. Nur Teemu Suninen (Skoda) hatte rechnerisch noch die Möglichkeit, Virves abzufangen.
Suninen hatte sich kurzfristig für einen Start auf Sardinien entschieden und damit die Titelentscheidung zunächst vertagt. Ohne diesen Einsatz hätte Virves die Meisterschaft bereits nach der Rallye Chile sicher gehabt.
Starke Saison von Virves
Virves und Beifahrer Jakko Viilo können nun trotzdem vorzeitig feiern. Der 26-Jährige zeigte über die Saison hinweg eine bemerkenswert konstante Leistung und sammelte in seinen sechs punkteberechtigten WRC2-Läufen vier Siege sowie einen zweiten Platz.
Der einzige Ausrutscher kam in Paraguay, wo Virves bereits auf der ersten Wertungsprüfung von der Strecke abkam und ohne Punkte blieb.
Der Titel ist der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Virves hatte erst im vergangenen Jahr seinen ersten WRC2-Sieg gefeiert und die Saison auf Rang fünf beendet.
Kampf um Rang zwei bleibt offen
Hinter Virves ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Yohan Rossel (Lancia) liegt derzeit auf Rang zwei, hat seine punkteberechtigten Läufe allerdings bereits absolviert und wird auf Sardinien nicht mehr antreten.
Damit bekommen Teemu Suninen und Roope Korhonen (Toyota) die Chance, sich noch am Lancia-Piloten vorbeizuschieben. Beide werden beim Saisonfinale auf Sardinien um den zweiten Platz in der WRC2-Gesamtwertung kämpfen.
Für Virves ist die Rechnung dagegen beendet. Was sportlich schon fast entschieden war, wurde durch die Kalenderänderung nun endgültig.

