Der MSC Obere-Nahe als Veranstalter der „Kohle“ musste wegen Genehmigungsproblemen kurz vor der Veranstaltung noch einige Änderungen am Streckenverlauf vornehmen. „Wir können daher die geplanten Prüfungen nicht komplett anbieten, haben aber eine hoffentlich für alle akzeptierbare Lösung gefunden“, erklärt Marc Stoll, Sportleiter des MSC und Rallyeleiter.
Mit den beiden ersten Startnummern gehen die Führenden in der Sonderwertung Gassner Motorsport TOP Five Trophy innerhalb des Ravenol DRC an den Start. Christopher Gerhard führt mit Björn Mann im Citroën C3 Rally2 (RC2) das Feld der 65 genannten Teams an. In der Trophy liegt er nur knapp hinter Max Reiter und Conny Nemenich, die im Lancia Y Rally4 (RC4) mit der Nummer 2 auf die Prüfungen gehen.
Hinter den beiden folgen mit Daniel Rexhausen und Steffen Reith im Škoda Fabia R5, Uwe und Jenny Gropp im Citroën C3 Rally2 sowie Stefan Göttig und Natalie Solbach-Schmidt im Hyundai i20 Rally2 drei weitere RC2-Boliden.
„Wir freuen uns auf die Premiere bei der Kohle und Stahl“, sagt Gerhard. „Wir hoffen, mit einem guten Ergebnis ins Ziel zu kommen und ein paar Punkte in der Top Five zu erzielen.“
Reiter, der neben der Top-Five-Wertung auch die saarländische Rallye-Meisterschaft anführt, erklärt: „Wir wollen erneut zeigen, dass wir im RC4 eine kleine Chance gegen die stärkeren Rally2-Fahrzeuge haben, auch wenn es wahrscheinlich nicht ganz reichen wird. Für die Meisterschaft ist es wichtig, möglichst viele Punkte mitzunehmen. Wir freuen uns auf eine schöne und sehr gut organisierte Veranstaltung.“
Müller und Pöttgen wollen aufschließen
Hinter Mathias Schläppi, der seine maximal sieben Ergebnisse bereits eingefahren hat, liegen Kevin Müller und Stephanie Spreitzer im Toyota GR Yaris (NC2) sowie Niklas Pöttgen und David Wölwer im Seat Ibiza (NC8) mit jeweils sechs Resultaten an der Spitze des Ravenol DRC. Sie trennen lediglich 0,73 Punkte. Um möglichst dicht an Schläppi heranzukommen, müssen beide Teams in ihren Klassen möglichst die Maximalpunktzahl holen.
„Wir dürfen Tischner im M3 nicht aus den Augen verlieren und müssen alles für unseren vierten Klassensieg bei der Kohle geben“, erklären Müller und Spreitzer unisono. „Das wird sehr schwer, unsere Allrad-‚Daisy‘ kommt mit den schnellen WPs nicht so gut klar.“
Pöttgen, DRC-Champion der vergangenen beiden Jahre, hat in der mit neun Teams gut besetzten Klasse NC8 ebenfalls reichlich Konkurrenz. „Wir erwarten diesmal eine verdammt schnelle NC8 mit vielen Hochkarätern. Deshalb werden wir von Anfang an alles geben müssen, um zu gewinnen. Vor allem auf die Revanche mit Finn freuen wir uns“, sagt Pöttgen.
Beim letzten Aufeinandertreffen bei der Rallye Oberehe hatte Youngster Finn Nittel im Ziel mit gerade einmal 0,3 Sekunden Vorsprung die Nase vorn.
Stefan Petto und Marco Cremer starten in ihrem Opel Corsa D OPC wie Müller in der NC2, die mit zehn Startern eine hohe Punkteausbeute verspricht. Sie liegen mit nur fünf Resultaten in den Top Ten des Ravenol DRC und kämpfen zudem um den Titel in der Saarland-Meisterschaft.
„Die ‚Kohle‘ ist für uns ein Heimspiel, die Prüfungen sind anspruchsvoll, dazu kommen eine gute Organisation sowie Fans und Freunde an der Strecke – also beste Voraussetzungen für ein tolles Rallye-Wochenende“, freut sich Petto. „Wir müssen in unserer Klasse um das Podium kämpfen, um für beide Meisterschaften möglichst viele Punkte mitzunehmen.“

