Enttäuschung in Chile

Lappi beendet WM-Saison mit einer Entschuldigung

Esapekka Lappi hatte sich mehr von seinem letzten WM-Einsatz des Jahres versprochen. Nach Platz sechs in Chile bedankt sich der Finne bei Hyundai und entschuldigt sich für die fehlende Leistung. Seine sportliche Zukunft bleibt offen.

15. September 2026

Michael Heimrich

Lappi beendet WM-Saison mit einer Entschuldigung

„Ich bin froh, dass es vorbei ist.“ Esapekka Lappis (Hyundai) Fazit nach der Rallye Chile fiel knapp aus. Über weite Strecken hatte er vergeblich nach Tempo und Vertrauen ins Auto gesucht. Schon am Freitag verlor er mehr als zwei Minuten auf die Spitze. Danach ging es vor allem darum, den Wagen ins Ziel zu bringen.

Dabei fehlten dem Finnen wichtige Kilometer zur Vorbereitung. Sein vorheriger Einsatz im Rally1-Hyundai bei der Rallye Finnland war früh beendet gewesen, vor Chile hatte er keinen Test absolviert. Mit der Abstimmung tat er sich das gesamte Wochenende schwer.

„Gerade am Freitag war es unter diesen Bedingungen und mit dem geringen Vertrauen ins Auto eine nahezu unmögliche Aufgabe“, sagte Lappi. Erst am Sonntag fand er zeitweise zu seiner gewohnten Sicherheit zurück. „Ein paar Prüfungen konnte ich tatsächlich genießen. Ich war wieder Herr über das Auto, konnte es vollständig kontrollieren und hatte Spaß daran.“

Für eine Aufholjagd kam das zu spät. Lappi erreichte das Ziel als Sechster und nahm einige Punkte mit. Zufrieden war er damit nicht. Auf Instagram wandte er sich anschließend an seine Mannschaft: „Leider konnte ich nicht das liefern, was ich mir erhofft hatte und was auch das Team erwartet hatte. Das tut mir wirklich leid.“

Mit Chile endete sein diesjähriges WM-Programm. „Ich bin sehr dankbar für das, was das Team getan hat. Es war unsere letzte Rallye, deshalb danke ich allen Beteiligten“, erklärte Lappi. Fünf Läufe bestritt er in dieser Saison im dritten Hyundai, den er sich mit Hayden Paddon und Dani Sordo teilte. Sein bestes Ergebnis blieb Rang vier bei der Safari-Rallye in Kenia.

In der finnischen Meisterschaft lief es besser: Dort steht Lappi bereits als Champion fest. Beim Saisonfinale in Porvoo wird er noch einmal antreten. Ob er seine Karriere im kommenden Jahr fortsetzt, ist bislang offen.

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