Die Entscheidung ist gefallen: Die Rallye Saudi-Arabien wird 2026 nicht Teil der Rallye-Weltmeisterschaft sein. Als Grund nennen FIA und WRC-Promoter die anhaltenden Entwicklungen in der Region und die damit verbundenen logistischen Unsicherheiten.
In den vergangenen Wochen hatten FIA, WRC-Promoter, der saudische Motorsportverband SAMF und die örtlichen Organisatoren nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten geprüft, um den WM-Lauf wie geplant auszutragen. Am Ende reichte die Planungssicherheit offenbar nicht aus.
Die Rallye selbst findet dennoch statt. Vom 12. bis 15. November wird Saudi-Arabien wie vorgesehen einen Lauf zur FIA Middle East Rally Championship austragen. Lediglich der WRC-Status entfällt.
Damit fällt die Entscheidung um den WM-Titel bereits Anfang Oktober auf Sardinien. Elfyn Evans geht mit 230 Punkten als Spitzenreiter ins Finale, doch sein Vorsprung ist alles andere als komfortabel: Seine beiden Toyota-Teamkollegen Sami Pajari und Oliver Solberg folgen mit 213 bzw. 209 Zählern.
Rückkehr 2027 bleibt das Ziel
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem betonte, dass die Absage nichts an den langfristigen Plänen ändere. Die Zusammenarbeit mit den saudischen Organisatoren solle fortgesetzt werden, mit dem Ziel, die Rallye 2027 wieder in den WRC-Kalender aufzunehmen.
Auch WRC-Promoter-Chef Éric Boullier sprach von einer schwierigen Entscheidung. „Die anhaltenden Entwicklungen in der Region und die daraus resultierenden logistischen Herausforderungen bedeuten, dass wir für den Rest der Saison 2026 Klarheit und Planungssicherheit schaffen müssen“, erklärte Boullier.
Zugleich stellte er klar, dass die Absage nicht an der organisatorischen Bereitschaft Saudi-Arabiens liege. Die Vorbereitungen seien weit fortgeschritten gewesen.
Formal steht die Kalenderänderung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den FIA-Weltrat.
