Wales Rally GB erfindet sich neu

Der Druck auf die Veranstalter der Wales Rally GB war enorm. Sie mussten grundlegende Änderungen in ihren WM-Lauf einfließen lassen, um den Platz in der Topliga zu behalten. Jetzt präsentierte man das Ergebnis.

17. Mai 2013

Michael Heimrich

Wales Rally GB erfindet sich neu

Die Verlegung der Wales Rally GB (14. bis 17. November) nach Deeside in Nordwales war bereits vor einigen Wochen bekannt geworden. Jetzt legte Veranstalter International Motor Sports (IMS) nach und verriet weiter Änderungen in der Streckenführung.

Mehr als die Hälfte der 24 Prüfungen sind völlig neu, oder wurden seit den 1990er Jahren nicht mehr genutzt. Bereits der Auftakt am Donnerstagabend soll den Geist der legendären "RAC-Rallye" aufleben lassen, wenn es in der Dunkelheit drei Abschnitte zu absolvieren gilt, inklusive der klassischen walisischen Waldprüfungen in Snowdonia. Die Prüfungen am Freitag (Sweet Lamb, Hafren, Myherin) liegen in Zentralwales, die Rallye nutzt an diesem Tag einen Remote-Service in Newton. Am Samstag und Sonntag steht jeweils zusätzlich eine besonders zuschauerfreundliche Prüfungen auf dem Programm, die gezielt darauf ausgerichtet sind, die Rallye wieder näher zu den Menschen zu bringen. Das diesjährige WM-Finale erreicht seinen Höhenpunkt am frühen Sonntagnachmittag wenn es rund den Great Orme geht.

Die Veranstalter gaben gleichzeitig bekannt, dass die Ticketpreise deutlich überarbeitet wurden. Das Einzelticket für jede Prüfung wurde von 20 auf 15 Pfund reduziert,  ein Tagesticket kostet 33 Pfund, für die komplette Rallye sind 90 Pfund fällig.  Kinder zwischen 9 und 15 Jahren bezahlen für alle vier Tage nur 1 Pfund, wer jünger ist erlebt die Rallye kostenlos. Der Zugang zu "Sweet Lamb" und die beiden neuen speziellen Zuschauerprüfungen kostet jeweils 25 Pfund, dort verspricht der Veranstalter nicht nur Großbildleinwände, sondern auch weitere Attraktionen für die ganze Familie.

Um das Starterfeld aufzufüllen, kündigte IMS an, dass gleichzeitig zwei nationale Rallye stattfinden werden. Britische Teams, die am WM-Lauf teilnehmen, müssen nur 1.500 Pfund Nenngeld bezahlen statt 2.600 Pfund. 

"Großbritannien hat schon immer eine der echt grandiosen Läufe im WM-Kalender gehabt und die neue Wales Rally GB wird diesen Ruf weiter verbessern", so IMS-Chef Andrew Coe. Allerdings verschwieg er bei der heutigen Präsentation nicht nur die genaue Anzahl der Wertungskilometer und wo die Power-Stage stattfinden, sondern auch, wie die zuschauerfreundlichen Prüfungen aussehen soll. "Dies wird erst in den nächsten Wochen bekannt gegeben", hieß es.

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