Vorschau Safari-Rallye: Peugeot.

Ein echter Härtetest unter afrikanischer Sonne, den die drei Peugeot-Werkspiloten Marcus Grönholm, Didier Auriol und Harri Rovanperä bestehen müssen.

15. Juli 2001

Michael Heimrich

Vorschau Safari-Rallye: Peugeot.

Die Safari gilt zu Recht als die härteste Rallye im WM-Kalender. Die Autos werden extrem beansprucht und besonders die Tatsache, das Peugeot in dieser Saison mit vielen technischen Problemen am Auto zu kämpfen hatte, macht diesen Lauf für die Franzosen zu einer großen Herausforderung.

"Die Safari ist eine sehr spezielle Rallye, sie ist extrem hart und sehr schnell", erklärte Weltmeister Marcus Grönholm, der erst seinen zweiten Einsatz in Afrika bestreitet. "Ich persönlich mag diese Rallye nicht. Für meinen Geschmack ist sie für das Material zu belastend." Vor allem die Abstimmung ist für die harten Schotterstrecken wichtig. "Man braucht ein robustes Fahrzeug, besonders wichtig sind die Aufhängungen und Stoßdämpfer", erklärt Peugeot-Pilot Harri Rovanperä, der ebenso wie sein finnischer Landsmann von Peugeot für die Punktewertung in der Marken-Weltmeisterschaft nominiert worden ist.

Der Franzose Didier Auriol war seit 1993 in Kenia bereits viermal am Start, dreimal errang er einen Platz auf dem Podium. Trotzdem schaut Auriol dem Einsatz mit gemischten Gefühlen entgegen: "Früher ging es in Kenia darum, mit einer guten Strategie sein Auto zu schonen und sicher ins Ziel zu bringen. Doch diese Rallye ist in den letzten Jahren zu einem Sprint geworden. Weil die Reifen haltbarer und die Autos zuverlässiger werden, wird hier das gleiche Tempo wie bei anderen Rallyes gefahren. Zugleich ist diese Rallye aber auch sehr gefährlich. Weil die Strecken nicht abgesperrt sind, muss man jederzeit mit freilaufenden Tieren oder Fahrzeugen rechnen." Deshalb warnen Hubschrauber, die vor den Rallye-Fahrzeugen herfliegen, die Fahrer vor Gefahren auf den Strecken.

"Ich vertraue den Ansagen aus dem Hubschrauber", erklärt der dritte Peugeot-Pilot Harri Rovanperä. "Bislang ist es mir nur ein einziges Mal passiert, dass wir eine Antilope angefahren haben." Zweimal ist der Sieger der Schweden-Rallye bereits in der Vergangenheit in Kenia gestartet, er verbuchte die Plätze fünf und sechs. "Den fünften Platz habe ich mit einem Kit Car belegt", meint Rovanperä stolz. "Die Safari ist nicht einfach, es ist dort schwierig, im Training den Aufschrieb zu erstellen. Denn die Strecken ähneln einander, es geht sehr lange geradeaus, deshalb ist es nicht einfach, sich zu orientieren."

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