Erst Anfang August wurde rund um Wittlich die fünfte Ausgabe der Rallye ADAC Mittelrhein ausgetragen. Mit ihren anspruchsvollen Asphaltprüfungen in den Weinbergen entlang der Mosel und in der Eifel hatte sich die Veranstaltung einen festen Platz im Kalender der Deutschen Rallye-Meisterschaft erarbeitet. Den diesjährigen Gesamtsieg sicherten sich Hans Weijs und Bjorn Degandt, bester DRM-Pilot war Marijan Griebel.
Nun zieht der ADAC Mittelrhein einen Schlussstrich. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger Prüfung gefallen und keineswegs leichtfertig getroffen worden, betont der Regionalclub.
Steigende Kosten und höhere Sicherheitsanforderungen
Als Hauptgründe nennt der Veranstalter die erheblich gestiegenen Kosten und immer umfangreichere organisatorische Anforderungen. Dazu gehören zusätzliche Brandschutzkonzepte bei besonderen Witterungsbedingungen sowie aufwendigere Maßnahmen zur Strecken- und Zuschauersicherung.
Diese Entwicklung erhöhe nicht nur die finanziellen Belastungen, sondern auch das wirtschaftliche Risiko. Gleichzeitig fehle zunehmend die notwendige Planungssicherheit, um eine Rallye dieser Größenordnung verantwortungsvoll vorzubereiten.
„Nach sorgfältiger Prüfung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Fortführung der Rallye unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich ist“, erklärt der ADAC Mittelrhein.
Ausdrücklich betont der Regionalclub, dass sich die Entscheidung nicht gegen den Rallyesport richte. Die Rallye habe sich sportlich hervorragend entwickelt und weit über die Region hinaus Anerkennung gefunden.
Neuer Veranstalter könnte übernehmen
Ein endgültiges Ende der Rallye oder eines DRM-Laufs in der Region muss der Rückzug allerdings nicht bedeuten. Der ADAC Mittelrhein stellt ausdrücklich klar, dass andere Organisationen eigene Konzepte für die Durchführung eines Meisterschaftslaufs entwickeln können.
Eine solche Veranstaltung müsste jedoch vollständig in der Verantwortung eines neuen Veranstalters liegen und wäre unabhängig vom ADAC Mittelrhein zu organisieren.
