SS6: Sekundenduell an der Spitze.

Spannung bei der Australien-Rallye. Während Colin McRae die Spitze erobern konnte, fällt Tommi Mäkinen wegen Verständigungsproblemen mit seinem Co weiter zurück.

2. November 2001

Michael Heimrich

SS6: Sekundenduell an der Spitze.

Nach den ersten sechs Wertungsprüfung der diesjährigen Australien-Rallye hat sich eine Spitzengruppe, bestehend aus Colin McRae, Marcus Grönholm und Richard Burns, vom Feld absetzen können. WM-Favorit Tommi Mäkinen liegt abgeschlagen auf Rang sechs mit schon über 58.1 Sekunden Rückstand zur Spitze.

"Wir müssen noch eine Menge lernen. Timo kommt noch nicht gut genug mit meinen Pace notes zurecht, auf der dritten Prüfung haben wir auf einem schnellen Stück komplett die Orientierung verloren und ich musste bremsen. Außerdem fühlt sich das Auto sehr schwer an."

Die Spitze belegt im Moment Ford-Pilot Colin McRae mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0.3 Sekunden vor Marcus Grönholm, dicht gefolgt von Richard Burns mit 1.6 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

Für Carlos Sainz scheinen die Titelhoffnungen auch ein jähes Ende gefunden zu haben. Der Spanier traf auf der sechsten Wertungsprüfung mit dem Heck seines Ford Focus einen Pfosten und beschädigte dabei die Aufhängung so stark, das er über 1:30 Minuten zur Spitze verlor. Mit Polizei-Eskorte schaffte der Spanier es doch noch in den Service: "Ich traff einen Pfosten und beschädigte die hintere Aufhängung. Unser Reifen fing Feuer und wir hatten Mühe die Situation unter Kontrolle zu bringen, aber ich glaube wir können weiterfahren."

Probleme auch beim dritten Ford von Francois Delecour: "Wir haben einen kleinen Baum getroffen und auf einmal drang Rauch in den Innenraum.", erklärte der 39-jährige Franzose. "Es war nur ein kleiner Einschlag, aber der hintere linke Reifen scheuerte an der Karosserie und wir konnten die Prüfung nur mit geöffneten Türen beenden."

Schnellster auf der Prüfung war Didier Auriol, der Peugeot-Pilot erzielte mit 12.08.7 Minuten Bestzeit und war damit 0.3 Sekunden schneller als Colin McRae. Der Schotte verdrängte mit dieser Zeit den bis dahin führenden Marcus Grönholm von der Spitze: "Es läuft alles ganz gut – abgesehen von dem Speed der Peugeots. Mit den längerem Radstand ist es in den Fahrrinnen etwas schwierig."

Marcus Grönholm war ebenfalls überrascht wie schnell er auf den Prüfungen war: "Ich bin eigentlich gefahren wie meine Großmutter. Wir haben ein paar Lenkungsprobleme und hätten nicht mit diesen Zeiten gerechnet."

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