Sordo zwischen Mini und Ford

Noch hält sich Dani Sordo bedeckt, wenn es um seine Pläne für die kommende Saison geht. Der Spanier würde gerne bei Prodrive bleiben, aber die Chancen auf ein volles WM-Programm stehen schlecht. Auf der anderen Seite ködert ihn Malcolm Wilson mit dem Werkscockpit bei Ford.

7. Juli 2012

Michael Heimrich

Sordo zwischen Mini und Ford

Es ist bislang ein Jahr zum Vergessen für Dani Sordo. Prodrive kämpfte von Anfang an mit großen Budgetsorgen, nach der Trennung von BMW konnte man nur noch ein Rumpfprogramm auf die Beine stellen. Zu wenig für den erfolgshungrigen Spanier, dem es immerhin gelang, sein Können bei den wenigen Auftritten im Mini JCW WRC eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Eine Besserung der Situation ist jedoch vorerst nicht in Sicht, Prodrive-Chef David Richards  erklärte unlängst, dass er sämtliche Promoarbeit für das WRC-Projekt vorerst eingestellt habe. Prompt macht das Gerücht die Runde, Sordo könnte Prodrive in Richtung Ford verlassen.

Dort soll das Cockpit von Jari-Matti Latvala frei werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der Finne im kommenden Jahr zu Neueinsteiger Volkswagen wechseln. Bereits in Argentinien ersetzte Sordo den verletzten Latvala und sollte dessen Wechsel in den kommenden Wochen tatsächlich bestätigt werden, dann besteht durchaus die Möglichkeit, dass Sordo auch beim Saisonfinale in seiner Heimat wieder in dessen Fiesta WRC sitzt, um sich bereits auf 2013 vorzubereiten.

"Ich will zunächst auf die Pläne von Mini warten", wehrt Sordo gegenüber Motorsport-News jede Spekulation über das nächste Jahr ab. "Das ist mein Team und ich will hören, was man plant. Ich liebe diese Truppe. Es gibt so viel Erfahrungen bei Prodrive, jeder weiß was er tut. Im Moment gibt es keine Neuigkeiten was die nächste Saison angeht. Ich höre jeden Tag irgendetwas, aber ich will erst die Mini-Pläne kennen."

Auch das Thema Citroën ist für Sordo noch nicht abgehakt. Vor zwei Jahren musste er seinen Platz im Werksteam für Sebastien Ogier räumen, sollte Weltmeister Sebastien Loeb tatsächlich am Ende der Saison zurücktreten, könnte für Sordo wieder ein Auto frei werden. "Ich höre derzeit alle möglichen Varianten", sagt der 29-jährige. "Klar ist, ich will wieder eine volle Saison bestreiten."

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