Setzt Hyundai in Südamerika auf Loeb statt auf Mikkelsen?

Andreas Mikkelsen steht nach seinem durchwachsenen Auftritt in Mexiko weiter unter Druck. Als Ersatz bietet sich Sebastien Loeb an und der kann für die kommende Rallye Argentinien eine Topbilanz vorweisen.

15. März 2019

Michael Heimrich

Setzt Hyundai in Südamerika auf Loeb statt auf Mikkelsen?

Wie schnell man vor die Tür gesetzt werden kann, musste Andreas Mikkelsen kürzlich erfahren. Hyundai-Team-Direktor Andrea Adamo entschied, dass seine Mannschaft mit Thierry Neuville, Sebastien Loeb und Dani Sordo auf Korsika (28. bis 31. März) antreten wird. Mikkelsen, der ursprünglich mit einer vollen Saison gerechnet hatte, ist nur Zuschauer.

Die Zwangspause könnte im schlimmsten Fall bis in den Mai reichen, denn auch in Mexiko gelang dem in die Kritik geratenen Mikkelsen nicht der Befreiungsschlag. Zwar führte er das Feld während der ersten Etappe an, leistete sich dann aber einen folgenschweren Fehler und wurde so weit zurückgeworfen, dass ihn Hyundai am Sonntag aus der Wertung nahm, um mehr Freiheiten beim Einsatz von Teilen zu haben, die bei mehreren Rallyes zum Einsatz kommen müssen.

Hyundai könnte deshalb in Argentinien (25. bis 28. April) auf Sebastien Loeb setzen, der mit acht Siegen eine beachtliche Bilanz in Südamerika vorweisen kann. Am 26. März ist Nennungsschluss für die Rallye Argentinien, aber Adamo lässt sich noch nicht in die Karten schauen. „Meine Aufgabe ist es, Titel zu liefern. Deshalb werde ich jene drei Teams zu einer Rallye zu schicken, von denen wir uns das beste Resultat versprechen“, meinte der Italiener.

Nur zwei Wochen nach Argentinien findet der neue WM-Lauf in Chile statt. Dort müssen nicht zwangsläufig die gleichen Fahrer zum Einsatz kommen, wie Adamo betont. „Die Rallye Chile ist für alle Neuland.“ Unvorteilhaft ist es jedoch nicht, wenn ein Fahrer kurz zuvor eine Schotter-Rallye bestritten hat.

Sieben statt sechs?

Sollte Loeb nach Argentinien auch noch in Chile eingesetzt werden, dürfte dies einen zusätzlichen Lauf in seinem bisherigen Programm bedeuten. Bislang sprechen beide Seiten von sechs Einsätzen. Nach den Auftritten in Monte Carlo und Schweden, steht mit Korsika der dritte Start in der ersten Saisonhälfte auf dem Programm. Später sollen Deutschland und Spanien folgen. Mit Argentinien und Chile würde Loeb sieben WM-Läufe bestreiten. „Lassen sie sich überraschen“, lautet die knappe Antwort von Adamo.

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