Sekundenduelle an der Spitze

Vorjahressieger Petter Solberg kann zwar die erste Etappe der Rallye Mexiko für sich entscheiden, doch die Gegner sitzen dem Norweger dicht im Nacken.

4. März 2006

Michael Heimrich

Sekundenduelle an der Spitze

Mit einem packenden Duell an der Spitze endete der erste Tag der Rallye Mexiko. Konnte am Morgen noch Petter Solberg seine späte Startposition ausnutzen und vier Bestzeiten in Folge setzen, so konterte am Nachmittag Weltmeister Loeb und unterstrich seine mexikanischen Siegambitionen. Immer mittendrin: Ford-Youngster Mikko Hirvonen, der sich geschickt zwischen die beiden Kontrahenten schob und den zweiten Platz belegt.

„Es war kein einfacher Tag für uns, aber wir konnten den Vorteil unserer Startposition ausnutzen und ich bin froh in Führung zu liegen“, so Petter Solberg, der das Feld mit knappen Vorsprung von 4.8 Sekunden anführt. „Am Nachmittag waren die Strecken extrem heiß, sodass wir auf die härtesten Reifen zurückgreifen mussten. Ich befürchte das wird auch morgen nicht besser.“

Pech hatte Teamkollege Chris Atkinson. Der Australier erwischte auf der fünften Prüfung einen großen Steinbrocken und beschädigte sich dabei das rechte Vorderrad. Sein Impreza rutschte aus der folgenden Kurve und überschlug sich. Fahrer und Beifahrer blieben zwar unverletzt, aber das Auto wurde zu stark beschädigt und der Restart ist nicht mehr möglich. „Das ist natürlich eine Enttäuschung, vor allem weil Dinge so gut liefen“, ärgerte sich Chris. „Der Stein lag mitten auf der Straße und es sieht so aus, als ob er das Felgenbett zerstört hat. Als ich auf die Bremse trat, merkte ich gleich, dass etwas nicht stimmt.“

Ein ähnliches Schicksal erlitt Marcus Grönholm der sich zwei Prüfungen zuvor überschlug und in einem Straßengraben steckenblieb. „Ich war bei der Einfahrt in eine Linkskurve einfach zu schnell und rutschte in den Graben. Es war mein Fehler, ich habe einfach zu stark attackiert und war zu spät auf der Bremse“, entschuldigte sich der Finne. Sein Team konnte den Schaden im Service beheben, aber die satte Zeitstrafe für die ausgelassenen Prüfungen spülte Grönholm auf Rang 23. „Ich denke aber, dass ich noch Hersteller-Punkte holen kann.“

OMV-Pilot Manfred Stohl haderte am ersten Tag in Mexiko mit der richtigen Reifenwahl und war mit seinem Speed gar nicht zufrieden. Doch auf der abschließenden Zuschauerprüfung konnte der Österreicher die Bestzeit setzen und liegt am Ende des Tages mit einem Rückstand von 1:45.9 Minuten auf dem vierten Rang.

JWRC-Champion Dani Sordo kann sich bei seinem dritten Auftritt im Xsara WRC auf dem fünften Rang behaupten, gefolgt von Ford-Youngster Matthew Wilson und Henning Solberg im zweiten OMV-Peugeot.

[sideways=94]Aktuelle Ergebnisse…

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