Sardinien: Von Urlaub und Erholung keine Spur

Strahlender Sonnenschein, idyllische Strände und blaues Meer: Das ist Sardinien im Sommer. Am kommenden Wochenende präsentiert sich die italienische Mittelmeerinsel den WM-Piloten jedoch nicht nur von ihrer entspannten Seite.

3. Juni 2014

Michael Heimrich

Sardinien: Von Urlaub und Erholung keine Spur

Auch wenn die Rallye Italien die vierte Schotter-Rallye in Folge ist: Das WM-Teilnehmerfeld stellt sie vor völlig neue Herausforderungen. Dort wo sonst Touristen die italienische Sonne genießen, müssen die weltbesten Lenkradakrobaten hart in ihren Cockpits arbeiten. Schnelle und zugleich enge Pisten mit Büschen, Bäumen oder Steinen am Straßenrand lassen auf 17 Wertungsprüfungen keinen Platz für Fehler. Nebenbei beanspruchen Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius im Schatten die Piloten wie auch die Technik.

17 Prüfungen an vier Tagen und ein neuer Startort

In diesem Jahr feiert die Rallye-Weltmeisterschaft eine Premiere in Italien: Nach zehn Jahren Drift-Action auf Sardinien besucht der WM-Zirkus erstmals Cagliari, die Hauptstadt der Mittelmeerinsel. Im Sonnenuntergang beginnt am Donnerstagabend um 21 Uhr die Veranstaltung mit dem zeremoniellen Start und der ersten WP in der Stadt. Die 1,3 Kilometer lange Zuschauerprüfung wird im Herzen der 150.000-Einwohner-Metropole ausgefahren. Im Anschluss reist das Starterfeld von der Süd- an die Westküste Sardiniens.

Der zweite Tag beginnt in Alghero, wo in diesem Jahr erstmals der Servicepark aufgebaut wird – in der Vergangenheit fungierte Olbia als zentrale Anlaufstelle für die WM-Teams. Am Freitag haben die Rallye-Asse mit acht Wertungsprüfungen und fast 160 WP-Kilometern die meiste Arbeit vor sich. Allerdings sind viele Prüfungen bereits aus den Vorjahren bekannt.

Besonders spannend wird der Rallye-Samstag: Bereits am frühen Morgen um 6.30 Uhr brechen die WM-Teilnehmer aus dem Servicepark auf – Schluss ist laut Zeitplan erst um 00.10 Uhr in der Nacht. Mehr als 640 Kilometer stehen auf dem Programm, dazu gehören 156,80 gewertete Kilometer und vier Wertungsprüfungen. Vor allem die neu geschaffene WP „Monte Lerno“ hat es in sich. Sie entstand aus ehemals zwei Prüfungen und erstreckt sich über 59,13 Kilometer. Damit gehört sie mit Sicherheit zu den eindrucksvollsten Marathon-Aufgaben im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft.

Nach vier weiteren WP am Sonntag endet die Rallye Italien mit der 12,49 Kilometer langen „Cala Flumini“ in der Nähe von Sassari. Auf dieser „Power Stage“ können sich die drei schnellsten Fahrer zusätzliche WM-Punkte sichern. (Hier den gesamten Zeitplan ansehen …)            

GALERIE: Die Bilder der Rallye Sardinien 2013 


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