Reifenpoker bei Volkswagen

Im Gegensatz zu Citroën und Ford haben die zwei Volkswagen-Fahrer das Qualifying von Mexiko auf harten Reifen bestritten. Eine bewusste Entscheidung, erklärt Latvala. Ob die Taktik am Ende aufgeht?

7. März 2013

Michael Heimrich

Reifenpoker bei Volkswagen

Der erste Auftritt auf Schotter hatte für das Volkswagen Team perfekt begonnen. Im freien Training sicherte sich Sébastien Ogier die Bestzeit. Dann aber reichte es im Qualifying nur zu Platz fünf, Teamkollege Jari-Matti Latvala musste sich mit Rang sieben begnügen. Die Polo-Fahrer nehmen die ersten 13 Wertungsprüfungen von Startplatz neun und sieben in Angriff, für Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito „akzeptable Ausgangspositionen“.

Für die Qualifikation hatten beide Piloten die härteren Reifen aufgezogen. Auch wenn offensichtlich die weichere Mischung bessere Zeiten möglich gemacht hat, sei die Entscheidung bewusst getroffen worden, erklärt Latvala. „Startplatz sieben ist auf den ersten Blick nicht optimal, aber wir müssen den Verlauf der Rallye abwarten – die Entscheidung könnte am Ende auch von Vorteil sein.“

Auch Ogier sieht keine größeren Schwierigkeiten auf sich zukommen. „Ich bin mit dem Qualifying nicht unzufrieden. Wir hatten den kleinen Nachteil, dass wir die Prüfung eröffnen mussten. Wir haben mit der harten Reifenmischung die sicherere Wahl getroffen. Was wir nicht erwartet hatten, war, dass der Unterschied zwischen hart und weich sich so auswirkt.“ Mit Startposition neun kann der Franzose gut leben. „Und im Gegensatz zu unseren Gegnern haben wir einen frischen Satz Reifen mehr für die Wertungsprüfungen zur Verfügung.“

Latvala hat sich zum Ziel gesetzt, die erste Schotter-Rallye dazu zu nutzen, den Erfahrungsrückstand mit dem Polo zu reduzieren. „Das können wir nur erreichen, wenn wir die volle Distanz der Rallye absolvieren. Da auf den Prüfungen der Rallye Mexiko viele Steine und Felsen lauern, haben wir uns bei der Vorbereitung stark darauf konzentriert, diese Tücken sehr genau in unserem Aufschrieb zu dokumentieren. Wir fühlen uns gut vorbereitet und freuen uns auf den spektakulären Start in der Altstadt von Guanajuato.“

Nach der offiziellen Zeremonie startet der dritte WM-Lauf um 20:09 Uhr mexikanischer Zeit (03:09 Uhr) mit der einzigartigen Zuschauerprüfung „Guanajuato“ in den Katakomben der alten Minenstadt. Danach folgt mit der zweiten WP „Parque Bicentenario“ eine weitere Nachtprüfung.

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