Noch vor dem sportlichen Beginn der Rallye Estland haben die FIA-Sportkommissare drei Fahrer mit Geldstrafen belegt. Sebastien Ogier, Yuki Yamamoto und Robert Virves überschritten während der Streckenbesichtigung am Mittwoch die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf öffentlichen Straßen.
Die höchste Strafe erhielt Yamamoto. Der Toyota-Nachwuchsfahrer wurde in einer auf 50 km/h begrenzten Zone mit mehr als 70 km/h gemessen und muss 500 Euro zahlen. Ogier war ebenfalls in einem 50-km/h-Bereich zu schnell unterwegs. Der neunmalige Weltmeister wurde mit etwas mehr als 60 km/h erfasst und erhielt eine Geldstrafe von 275 Euro. Robert Virves überschritt das Tempolimit in einer weiteren 50er-Zone um knapp zehn km/h. Dafür wurden 225 Euro fällig.
Die Verstöße ereigneten sich während der Besichtigungsfahrten (Recce), bei denen die Crews ihre Aufschriebe für die Wertungsprüfungen erstellen. Auch dabei gelten auf öffentlichen Straßen die normalen Verkehrsregeln sowie zusätzliche Vorgaben des Veranstalters.
Der Wettbewerb beginnt in diesem Jahr erst am Freitag. Nach dem Shakedown am Morgen stehen am Nachmittag zunächst sechs Schotterprüfungen südlich von Tartu auf dem Programm. Anschließend beendet die kurze Stadtprüfung in Elva den ersten Rallyetag. Insgesamt umfasst die kompakt organisierte Rallye 18 Prüfungen über 301,8 Kilometer.
Für Ogier geht es in Estland auch um wichtige Punkte im Kampf um seinen möglichen zehnten WM-Titel. Nach seinem Sieg bei der Akropolis-Rallye liegt der Toyota-Pilot auf Rang drei der Fahrerwertung und hat 37 Punkte Rückstand auf die Spitze.

