PSA in der Krise

Der PSA-Konzern hat heute bekanntgegeben, dass man 8.000 Stellen abbauen muss, um die Folgen der Wirtschaftskrise zu meistern. Eine Entscheidung über die Fortsetzung des WM-Programms von Citroën fiel dagegen nicht. Erst Ende Juli soll es diesbezüglich Neuigkeiten geben.

12. Juli 2012

Michael Heimrich

PSA in der Krise

Zu große Kapazitäten, zu geringe Nachfrage. Vor allem den PSA-Konzern mit den Marken Citroën und Peugeot trifft die aktuelle Wirtschaftskrise hart. Im Autogeschäft beläuft sich das operative Minus auf rund 700 Millionen Euro, seit Mitte vergangenen Jahres verbrennt PSA nach eigenen Angaben Monat für Monat 200 Millionen Euro. Entsprechend drastisch muss jetzt gehandelt werden. Heute gab der Konzern bekannt, weitere 8.000 Stellen abzubauen. Am Ende des vergangenen Jahres beschäftige PSA etwa 123.000 Menschen im Autobereich.

 

Über die Fortsetzung des WM-Programms von Citroën fiel heute noch keine Entscheidung. Erste gegen Ende Juli wird darüber gesprochen. Ein vorzeitiger Ausstieg scheint angesichts der verheerenden Zahlen nicht ausgeschlossen. Erst zu Beginn des Jahres hatte Konzernschwester Peugeot wegen der Verluste kurzfristig das Langstrecken-Programm gestoppt.

 

Eine Schlüsselrolle in der Entscheidung über den Verbleib in der WM spielt Sebastien Loeb. Macht der Weltmeister weiter, so könnte Citroën trotz der schweren Krise wie zunächst geplant 2013 weiter in der WM sein. Hört Loeb jedoch auf, könnte man die Situation nutzen und gemeinsam von der Bühne abtreten. Dabei hatte man erst Anfang Juni erklärt, dass sich am WM-Fahrplan nichts ändern wird. Hinter vorgehaltener Hand spekulieren französische Beobachter bereits, dass der unter Druck stehende Vorstand seinem teuersten Angestellten intern einen Rücktritt durchaus nahe legen könnte.

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