„Platz 4 ist großartig“

Mit gemischten Gefühlen war Aaron Burkart in der vergangenen Woche in Richtung Sardinien geflogen.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

„Platz 4 ist großartig“

Einerseits wusste er ganz genau, dass er sowohl für seine persönliche, als auch für die Vorbereitung seines Citroen C2 Super 1600 alles getan hatte. Auf der anderen Seite wusste er ebenso genau, was ihn auf Sardinien erwarten würde: Alle eingeschriebenen Teams der Junior Rallye Championship.

Warum gerade der berühmt-berüchtigte rote Schotter eine derartige Anziehung auf die Junioren ausübt, erklärt sich Burkart so: „Die Rallye auf Sardinien ist schon sehr hart und selektiv. Es ist eine besonders große Herausforderung hier zu starten. Und es ist am Ende eine noch größere Freude und Erleichterung, wenn man es bis ins Ziel schafft.“

Besonders der zweite Tag hatte es laut Burkart in sich. Die Strecken waren sehr rollig und vor allem schnell und flüssig. Ein kleiner Fehler und die gute Platzierung hätte weg sein können. Doch der 24-jährige rettete sich mit zwei kleinen Schnitzern und dem Verlust eines Platzes in den dritten Tag, dessen Streckenführung er als eine Mischung aus den Prüfungen der vorangegangenen zwei Tage beschreibt.

„Teilweise gab es sehr schnelle und breite Strecken, die dann in einem Abzweig auf enge, sandige, wellige, mit großen Steinen gespickte Bergstraßen führten. Das ist für einen Fahrer nicht einfach einzuschätzen, vor allem, wenn schon fast 30 Autos vorher über die Strecke gefahren sind. Da weiß man nicht, ob jetzt große Steine rausgeschleudert worden sind, die einem selbst gefährlich werden könnten oder ob sich hinter dem Abzweig tiefe Spurrrillen verstecken. Da muss man sich oft denken: Jetzt oder nie! Und zum Glück ist bei uns alles gut gegangen.“

Neben dem Ziel hat der Berliner Student am vergangenen Wochenende noch etwas erreicht: Er hat seine eigenen Erwartungen übertroffen. „Ich hatte mir einen Platz in den Top 5 erhofft, dass wir es nun bis auf Platz 4 geschafft haben, ist einfach großartig. Das ist unser bestes Ergebnis in dieser Saison, aber das muss ja nicht so bleiben. Mal sehen, was die nächsten Rallyes so bringen?, erklärt Burkart vorsichtig optimistisch.

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