Rallye Estland

Ogier jagt in Estland nächsten Rekord

Sebastien Ogier kehrt erstmals seit 2021 zur Rallye Estland zurück. Mit einem Podiumsplatz würde der neunmalige Weltmeister bei 120 WRC-Podien mit Rekordhalter Sebastien Loeb gleichziehen.

14. Juli 2026

Michael Heimrich

Ogier jagt in Estland nächsten Rekord

Für Sebastien Ogier ist es der erste Start auf den schnellen estnischen Schotterstraßen seit 2021. Gleichzeitig tritt er dort erstmals mit einem Rally1-Fahrzeug an. Bei seinen bisherigen Starts 2020 und 2021 saß der Franzose noch im Toyota Yaris WRC.

Sportlich geht es für Ogier nicht nur um weitere Punkte im Titelkampf. Beendet er die Rallye unter den ersten drei, erreicht er sein 120. Podium in der Rallye-Weltmeisterschaft. Damit würde er in dieser Statistik mit Sebastien Loeb gleichziehen.

„Der Sieg in Griechenland war für uns sehr wichtig. Der Wechsel von dort nach Estland wird ein großer Kontrast, besonders für mich, weil ich diese Rallye seit fünf Jahren nicht mehr gefahren bin“, sagte Ogier. „Es ist eine der spektakulärsten Rallyes der Saison, sehr gut organisiert und mit einer großartigen Atmosphäre.“

Die Rallye Estland ist für ihre breiten und flüssigen Straßen, schnellen Kuppen und weiten Sprünge bekannt. Gleichzeitig enthält die Route schmalere und technisch anspruchsvollere Abschnitte. Der weiche, sandige Untergrund kann sich beim zweiten Durchgang stark ausfahren.

Das Rallye-Zentrum befindet sich in Tartu. In diesem Jahr wird die Veranstaltung in einem kompakten Format ausgetragen: 301,8 Prüfungskilometer stehen innerhalb von etwas mehr als 48 Stunden auf dem Programm.

Nach dem Shakedown am Freitagmorgen beginnt die Rallye am Nachmittag mit drei Prüfungen südlich von Tartu, die nach einer Reifenwechselzone in Tehvandi ein zweites Mal gefahren werden. Eine Stadtprüfung in Elva beendet den ersten Tag.

Am Samstag stehen zunächst zwei Prüfungen nördlich von Tartu auf dem Programm, jeweils in zwei Durchgängen. Nach dem Mittagsservice folgen zwei weitere Prüfungen im Süden, ebenfalls doppelt. Den Abschluss bildet eine Zuschauerprüfung in der Nähe des Serviceparks.

Die Entscheidung fällt am Sonntag auf der Prüfung Kääriku. Sie wird zweimal gefahren und ist mit 24,39 Kilometern die längste Prüfung der Rallye.

Ogier zeigte sich nach seinem jüngsten Test zuversichtlich: „Ich hatte bei den Tests vergangene Woche viel Freude daran, wieder das Gefühl für hohe Geschwindigkeiten zu bekommen. Hoffentlich können wir konkurrenzfähig sein. Es wird sicher nicht einfach, aber ich mag solche Herausforderungen und werde mein Bestes geben.“

Nach seinem Sieg bei der Akropolis-Rallye der Franzose auf Rang drei der Fahrerwertung und hat 37 Punkte Rückstand auf die Spitze.

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