Ogier feiert Debüt-Erfolg

Er kam, sah und siegte. Der Franzose Sebastien Ogier schockte die JWRC- Konkurrenz bei seinem Debüt in Mexiko und siegte vor Jaan Mölder und Micha³ Koœciuszko.

3. März 2008

Michael Heimrich

Ogier feiert Debüt-Erfolg

Selbst für ihn war es überraschend, denn das vom französischen Motorsportverband FFSA und Citroen Sport geförderte Nachwuchstalent ging in Mexiko kein unnötiges Risiko ein und fuhr sein eigenes Tempo.
Diese Taktik ging auf und trotz Schongang holte Ogier am ersten Tag sieben von acht Bestzeiten und so betrug sein Vorsprung schon zu diesem Zeitpunkt auf den zweitplatzierten über eine Minute.

So ließ es der 24-jährige Franzose am zweiten Tag ruhiger angehen und behauptete die sichere Führung. Für vier Bestzeiten sorgte dagegen der ehemalige Junior-Weltmeister Patrick Sandell, der wegen Bremsproblemen und diversen Reifenschäden nicht über den fünften Gesamtrang hinauskam. Der Schwede setzte zwar den viertplatzierten Aaron Burkart unter Druck, ging zwischenzeitlich an ihm sogar vorbei, musste sich letztendlich dann doch hinter dem Citroen-Piloten einreihen.

Und das obwohl Burkart mit vielen Problemen zu kämpfen hatte, wie mit der aufgegangenen Tür, die für zusätzliche Staubentwicklung im Innenraum des C2 S1600 sorgte. „Nach etwa zehn Kilometern ist meine Tür nach einer Rechtskurve über eine Welle aufgesprungen“, berichtete der Wahl-Berliner nach WP 14. „Der obere Bolzen ist wohl rausgefallen oder gebrochen, ich hab keine Ahnung. Auf jeden Fall sind wir dann zwölf Kilometer mit hängender Tür gefahren.“

Während Ogier an der Spitze seinen Vorsprung auf letztendlich über anderthalb Minuten ausbaute, tobte dahinter ein spannender Zweikampf der Suzuki Sport Europe-Teamkollegen um die zweite Position. Diesen entschied der 20-jährige Este Mölder zu seinen Gunsten, Probleme mit dem überhitzenden Triebwerk erlaubten Koœciuszko nicht den zwischenzeitlich erkämpften zweiten Rang zu verteidigen und später entschied sich der Pole lieber sichere sechs Zähler aus Mexiko mit nach Hause zu nehmen.

Eine schwierige Rallye erlebte dagegen der Tscheche Martin Prokop. Nach nur acht Kilometern der Auftaktprüfung beschädigte der Citroen- Pilot sein Arbeitsgerät bei einem doppelten Überschlag nachhaltig. Nur mit Hilfe der Zuschauer konnte er die Fahrt fortsetzen, musste am Abend dennoch Strafzeiten hinnehmen, da das Triebwerk aufgrund eines kaputten Sensors den Dienst versagte. Ähnliche Probleme traten auch am zweiten Tag auf, letztendlich beendete er die Veranstaltung dennoch in den Punkten und reist mit zwei Zählern aus Mexiko ab.

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