Next Generation

Subaru und Ford stellen die einzigen neuen WRC der Generation 2006. Ein Technikvergleich zwischen Focus und Impreza enthüllt interessante Details.

22. März 2006

Michael Heimrich

Next Generation

Die Ausgangslage war für alle gleich. Ford und Subaru mussten für die Rallye-WM 2006 die nächste Generation ihrer Straßenmodelle zugrunde legen und ihre neuen World Rally Cars dabei an die abgespeckten neuen Technikregeln anpassen.

Vor allem in Sachen Aerodynamikkonzept unterscheiden sich die beiden Fahrzeuge erheblich. Während Subaru auf die Vorzüge einer Limousine mit Kofferraum setzen konnte, musste Ford mit dem Kompaktmodell eine deutlich härtere Nuss knacken.

Aber auch unter dem Blech gehen die Unterschiede zwischen den beiden Konkurrenten weiter. Subaru setzt auf einen Vierzylinder-Boxermotor und kann von den Schwerpunktvorteilen profitieren, Ford hält dagegen und setzt das neue Duratec-Aggergat ein, das aus einem Aluminiumblock besteht, der vor allem oben rum deutlich leichter ist als der alte Grauguss.

Durch den Verkauf der ehemaligen Ford-Tochter Cosworth musste man sich nach einem neuen Tuner umschauen und wurde beim alten Peugeot-Partner Pipo fündig. Die französischen Aggregate sind vor allem auf Drehmoment konzipiert ? während Subarus Partner Prodrive, bei dem Auto und Motor inhäusig entstehen, sich seit jeher vor allem auf die Spitzenleistung kapriziert. Ford setzt aus diesem Grund auch auf fünf Fahrstufen, während man bei Subaru bleibt dagegen dem Sechsgang-Getriebe treu. Loriaux findet fünf aber besser: ?Wenn man weniger Gänge hat, kann man etwas Gewicht sparen und das Getriebe auch etwas kleiner dimensionieren.?

Dem begegnet Subaru mit einer neuen hydraulischen Getriebebetätigung, welche die Schaltzeiten dank einer genaueren Ansteuerung des aktiven Mittendifferenzials noch einmal drastisch abgesenkt hat. Bei Prodrive in Banbury ist man stolz darauf, dass inzwischen nur noch die Formel 1 von McLaren, Honda und Williams schneller schalten als der eigene Impreza ? und diese Grand Prix-Boliden haben allesamt ein ?Seamless Shift? genanntes System, das Gangwechsel ohne jegliche Zugkraftunterbrechung erlaubt…

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