Michelin winkt in San Remo bereits der Markentitel

Bei der Rallye San Remo, dem elften von 14 Saisonläufen, möchte Michelin seine makellose Bilanz auf diesem Untergrund verteidigen

17. September 2002

Michael Heimrich

Michelin winkt in San Remo bereits der Markentitel

Die Partner des französischen Reifenspezialisten gewannen in dieser Saison ebenso wie im Vorjahr bei sämtlichen Asphalt-Rallies souverän. Zugleich hat Michelin gemeinsam mit Peugeot in den italienischen Seealpen ein weiteres wichtiges Ziel vor Augen: die erfolgreiche Titelverteidigung in der Marken-WM. Auch im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft führt Michelin mit dem Peugeot-Piloten Marcus Grönholm die Tabelle an.

Anders als bei den durchgehend trockenen Asphalt-Läufen in Spanien und auf Korsika warten bei der italienischen WM-Runde zahlreiche Unwägbarkeiten auf den Reifenhersteller, der auch die Werksteams von Mitsubishi, Skoda und Hyundai mit Rallye-Pneus bestückt.

3.580 Rallyereifen karrt Michelin allein für die World Rally Cars der Werks-Partnerteams nach Imperia, allesamt ausgerüstet mit dem pannenresistenten ATS-System (?Appui Temporaire Souple?). Vor Ort gehen nicht weniger als 28 Ingenieure, Techniker und Crew-Mitglieder von Michelin ans Werk, die Fahrzeugflotte umfasst insgesamt 13 Sattelschlepper und Montierstraßen. Für trockene Bedingungen haben die Rallye-Profis die Auswahl zwischen zwei Basisreifen: Der so genannte N22 eignet sich für Asphalt-Temperaturen zwischen elf und 24 Grad Celsius, er ist zudem verfügbar in den Versionen ?N2 Evolution?, ?FP? und ?Evolution FP?. Steigen die Temperaturen auf konstant über 19 Grad Celsius, steht der Michelin N43-Profilslick bereit. Auch ihn gibt es in zusätzlichen Mischungen als ?N4 Evolution?, ?FP? und ?Evolution FP?. Sollte es schütten oder die Straße feucht sein, bietet Michelin bei kühlen Temperaturen den TA0-Regenpneu sowie bei wärmerem Außengraden den TA03 und den TA0 Evolution an.

An Favoriten für den Gesamtsieg mangelt es in den italienischen Seealpen nicht, aus Sicht der Fans aber kann es nur einen geben: Peugeot 206 WRC-Pilot Gilles Panizzi ist nach seinem Schulterbruch, zugezogen bei einem Haushaltsunfall, wieder fit. Der 36-jährige Franzose ? der nur eine halbe Autostunde von den kurvenreichen San Remo-Prüfungen entfernt lebt ? gewann den Klassiker in den beiden vergangenen Jahren. Sowohl der amtierende Weltmeister Richard Burns als auch Titelanwärter Grönholm stehen Gewehr bei Fuß, um ihrem Team das Punkte-Maximum zu sichern. Sollte dies gelingen und Verfolger Ford nicht mehr als zwei Zähler holen, wären Peugeot und Reifenpartner Michelin erneut vorzeitig Weltmeister.

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