M-Sport: Abschied vom aktuellen Fiesta

Die Rallye Argentinien soll der letzte Einsatz des aktuellen Ford Fiesta WRC werden. M-Sport plant beim anschließenden WM-Lauf in Portugal die Premiere des überarbeiteten Modells, dass sich auf technischer Seite deutlich vom Vorgänger unterscheidet.

18. April 2015

Michael Heimrich

M-Sport: Abschied vom aktuellen Fiesta

Die ewig lange Pause in der Rallye-Weltmeisterschaft nähert sich dem Ende. In der kommenden Woche geht es endlich wieder zur Sache. In der Zwischenzeit waren die Teams jedoch nicht untätig. Jede Menge Testarbeit wurde erledigt, vor allem bei M-Sport. 
Dort steht der Wechsel auf die Evo-Stufe des Ford Fiesta WRC an, mit der man in Portugal (21. bis 24. Mai) erstmals antreten will. Teamchef Malcolm Wilson erklärte, dass man äußerlich zwar keinen Unterschied zum aktuellen Modell erkennt, aber unter der Haube 80 Prozent der Teile neu konstruiert wurden.
Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, dass M-Sport die Weiterentwicklung des 1,6-Turbo in die eigene Hände genommen hatte, nachdem die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner Pipo Moteurs beendet wurde. Zudem hat man fleißig Testkilometer abgespult und sei mit den Fortschritten so zufrieden, „dass unsere beiden jungen Fahrer Ott Tänak und Elfyn Evans in der zweiten Saisonhälfte um das Podest mitkämpfen können“, ist Wilson überzeugt.
Neben den beiden Werksfahrern sollen ausgesuchte M-Sport-Kunden in Portugal in den Genuss des neuen Fiesta WRC kommen, mit dem man den Rückstand auf die Konkurrenz wieder wettmachen will. „Volkswagen und Hyundai hatten einen kleinen Vorteil, weil ihre Autos später homologiert wurden und sie die neueste Technik und Entwicklungen nutzen konnten“, beschreibt Wilson, der überzeugt ist, „dass man mit jedem Auto einen WM-Lauf gewinnen kann.“
Elfyn Evans kann das Debüt des neuen Fiesta WRC kaum erwarten. „Es sieht wirklich sehr viel versprechend aus“, sagte der Waliser, von dem auch Wilson eine Menge erwartet: „Man muss sich nur ansehen, wie stark er sich vom Vorjahr entwickelt hat. Er hat schon drei vierte Plätze geholt und das Podest ist nur noch einen Schritt entfernt.“

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