Loeb: „Will wieder gewinnen…“

Sebastien Loeb hat die letzten beiden Ausgaben der Rallye Deutschland für sich entschieden und der Elsässer reist somit als haushoher Favorit zum WM-Lauf an.

13. August 2004

Michael Heimrich

Loeb: „Will wieder gewinnen…“

Mit einem Vorsprung von 22 WM-Punkten geht der Franzose Sebastien Loeb schon in einer Woche an den Start der OMV ADAC Rallye Deutschland und gehört vor der Veranstaltung zum Favoriten. In Finnland kam er als Gesamtvierter ins Ziel, trotzdem war Loeb nicht ganz zufrieden.

„Ich hab die Rallye Finnland zufrieden, aber gleichzeitig enttäuscht und voller Schmerz beendet. Zufrieden, weil es nicht von vornherein klar war das ich die Meisterschaftsführung ausbauen würde. Aber ich war enttäuscht von meiner persönlichen Leistung. Es ist eine sehr spezifische Rallye und ich habe mir vorgenommen all meine Energie reinzustecken, doch mehr war nicht möglich. Außerdem hatte ich noch einige Schmerzen nach dem Test-Unfall in Baumholder. In den letzten beiden Prüfungen in Finnland musste ich meine Position vor Janne Tuohino verteidigen, was v.a. bei den Landungen nach den Sprüngen weh tat. Seitdem habe ich die Zeit genutzt für Untersuchungen, Behandlungen und Erholung. Ich bin froh sagen zu können, dass die Schmerzen langsam weg gehen und ich beabsichtige in Deutschland wieder topfit zu sein“, kommentierte der Elsässer den letzten Meisterschaftslauf.

Einen ganz besonderen Stellenwert hat die Rallye Deutschland für den Vize-Weltmeister, denn dort feierte er und sein Beifahrer Daniel Elena den ersten WM-Erfolg: „Es ist vielleicht nicht die prestige-trächtigste Veranstaltung im WM-Kalender, aber hierhin können alle meine Freund aus dem nur anderthalb Stunden entfernten Elsass problemlos mit dem Auto anreisen. Und obwohl es keine einfache Rallye ist, ist es für mich immer gut gegangen. Bei der Analyse der im letzten Jahr gefahrenen Zeiten im Hinblick auf die Reifenwahl, erinnerte ich mich wie eng der Kampf bis zum Ende war. Durch die Beschränkung der Reifenanzahl verspricht es in diesem Jahr noch kritischer zu werden“, fügte der Citroën-Pilot hinzu.

Auf die Frage, ob der WM-Leader mit der Zielsetzung gewinnen zu wollen nach Trier anreist, sagte der 30-jährige abschliessend: „Ich möchte auf jeden Fall wieder gewinnen. Ich war sehr zufrieden mit dem Xsara bei den Tests vor der Veranstaltung und bin mit der gemachten Arbeit zufrieden. Das Auto fährt sich einfach und ist gut ausgewogen. Es sollte kein Nachteil sein als erster auf die Strecke gehen zu müssen und wir haben einige gute Karten in der Hand.“

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