Latvala: Ohne Selbstzweifel und mit Startvorteil

Nach seinem Sieg in Portugal ist eine tonnenschwere Last von Jari-Matti Latvala abgefallen. Mit neuem Selbstbewusstsein startet der Finne in die Rallye Sardinien und kann dort erneut auf einen Vorteil durch seine späte Startposition setzen.

6. Juni 2015

Michael Heimrich

Latvala: Ohne Selbstzweifel und mit Startvorteil

Die Vorbereitung auf die Rallye Sardinien verläuft bei Volkswagen Motorsport wie gewohnt optimal. Mehrere Testtage hat Sportchef Jost Capito angesetzt, denn auf der Mittelmeerinsel will man weiterhin den Ton angeben, schließlich konnten die Wolfsburger die letzten zwei Ausgaben des italienischen WM-Laufs gewinnen.
Vor allem Jari-Matti Latvala hat sich einiges vorgenommen. „Ich habe mit der Rallye Italien noch eine Rechnung offen. In den vergangenen beiden Jahren hat jeweils ein Reifenschaden einen möglichen Sieg verhindert – ich wurde zweimal Dritter. Klar, dass ich jetzt gewinnen möchte“, sagte der Finne.
Profitieren kann Latvala erneut von seinem schwachen Saisonstart, der ihm in der Weltmeisterschaft zwar wichtige Punkte kostete, aber auch dafür sorgte, dass er erst als Fünfter in die ersten beiden Etappen starten wird.  Diesen Gripvorteil will der 30-jährige voll ausnutzen. „Die Tage sind auch unglaublich lang und die knapp 400 Prüfungskilometer führen durch enge Straßen, direkt an malerischen Felsen entlang. Doch ich liebe es, auf Sardinien zu fahren“, so Latvala. „Was viele nicht wissen: Die Rallye ist einfacher zu fahren, als sie vom Layout her aussieht – von daher können wir ordentlich Gas geben.“
Aber nicht nur der Vorteil seiner Startposition spricht für Latvala. Sein Sieg in Portugal sorgt für einen gewaltigen Motivationsschub. „Dieser Erfolg war für mich unvorstellbar wichtig. Er hat mir verdammt viel Druck von den Schultern genommen. Nach drei Rallyes ohne Punkte fängt man schon ein bisschen an, an sich zu zweifeln“, gab Latvala zu.

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