Jetzt schlägt´s 13…

Die Rallye Türkei ist nach Griechenland und Zypern der dritte und letzte der besonders harten Schotterläufe. Zum vorerst letzten Mal sind die Türken im WM-Zirkus dabei.

7. Oktober 2006

Michael Heimrich

Jetzt schlägt´s 13…

Fußball-große Steinklumpen, heimtückische Felsen am Wegesrand und eine hohe Regenwahrscheinlichkeit: Die Rallye Türkei, 13. von 16 Saisonläufen zur Rallye-Weltmeisterschaft 2006, stellt Mensch und Material auch bei ihrer vierten Ausgabe vor große Herausforderungen.

Die Wertungsprüfungen führen über verhältnismäßig schmale Schotterpisten, die sich in zahllosen Kurven bis auf knapp 2.000 Meter über den Meeresspiegel schrauben. Material und Fahrern steht eine Härteprüfung bevor, die den Vergleich mit den traditionell besonders anspruchsvollen Events in Griechenland und auf Zypern nicht scheuen muss.

?Die Rallye Türkei ist allerdings nicht ganz so extrem?, schränkt Ford-Pilot Mikko Hirvonen ein. ?Die Strecken sind etwas schneller. Die höheren Geschwindigkeiten sorgen allerdings dafür, dass die bei Kontakt mit den auf der Piste herumliegenden Felsbrocken die Schäden umso höher sein können.? Hirvonens Teamkollege Marcus Grönholm fügt hinzu: ?Wenn es regnet, werden die Straßen urplötzlich matschig und rutschig. Wenn du dich darauf nicht einstellst, kann es sehr schnell ins Auge gehen.?

[I]So verlief die Rallye Türkei 2005:[/I]
Der Weltmeister bestimmte erneut das Geschehen: Mit einer weiteren beeindruckenden Vorstellung wiederholte Sébastien Loeb mit seinem Michelin-bereiften Citroën Xsara WRC bei der Rallye Türkei seinen Erfolg des Jahres 2004. Der Elsässer feierte damit seinen vierten Sieg in Folge und den insgesamt fünften in der Saison 2005. Entsprechend souverän führte Loeb die Fahrerwertung mit 13 Punkten vor Subaru-Ass Petter Solberg an, der in der Türkei den zweiten Rang belegte. Hinter dem drittplatzierten Marcus Grönholm verpasste Loebs Teamkollege Carlos Sainz als Vierter den Sprung auf das Podium der Rallye Türkei nur knapp.

[I]Statistisches[/I]
Rallye Türkei, 13. Lauf zur Rallye-WM 2006 (13. bis 15. Oktober 2006); Gesamtlänge: 1.201,85 Kilometer, davon 19 Wertungsprüfungen über 351,01 Kilometer; längste WP: 29,28 Kilometer (WP 8 und 15: Phaselis 1 und 2); größte WP-Distanz von Service-Punkt zu Service-Punkt: 56,48 Kilometer (WP 1 bis 3 und 4 bis 6); Start und Ziel: Kemer.

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