„Ich will WM-Punkte sammeln“

Es geht vorwärts im WM-Rallye-Team von Hyundai: Nach erfolgreichen Testfahrten in Spanien freuen sich die beiden Accent WRC-Piloten Armin Schwarz und Freddy Loix auf gründlich überarbeitete Arbeitsgeräte, die bei der Rallye Neuseeland ihr Debüt feiern.

3. April 2003

Michael Heimrich

„Ich will WM-Punkte sammeln“

Dass die Rallye Neuseeland quasi Hyundai-Territorium darstellt, unterstreicht ein Blick auf das Vorjahresergebnis: Mit Rang fünf für Accent WRC-Pilot Juha Kankkunen und Platz sechs für seinen Teamkollegen Freddy Loix legte der koreanische Hersteller rund um Auckland das Fundament für den vierten Platz in der Marken-Weltmeisterschaft.

„Die Rallye lässt sich durchaus mit der ,1000 Seen‘ in Finnland vergleichen“, erläutert Sven Smeets, der Copilot von Loix. „Nur die Sprünge fehlen. Wir sind in Neuseeland zumeist mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs. Aber da die Strecken sehr eben sind, belasten sie die Autos nicht zu sehr. Die einzige Unbekannte hier ist das Wetter.“

Tatsächlich bleibt die Witterung das große Fragezeichen bei der Vorbereitung auf den vierten Saisonlauf: Fand die Rallye Neuseeland im Vorjahr noch im Oktober ? also im Frühling ? statt, so rückte sie dieses Mal in den Spätherbst der südlichen Hemisphäre. Geht es nach Armin Schwarz, der am ersten Rallye-Tag als Elfter auf die Strecke muss, dann bleibt es trocken: „Regen wäre für unsere Startposition schlecht, denn dann könnten die Autos vor uns die Prüfungen in Schlamm verwandeln.“

Bleiben Niederschläge aus, dürften die Hyundai-Piloten profitieren. „Dann fegen die Ersten auf der Strecke für uns den feinen und besonders rutschigen Staub aus dem Weg“, so Smeets. „Das ist ein sehr splittiges, aber nicht so rolliges Zeug wie zum Beispiel in Australien“, ergänzt Schwarz. „Das bleibt aber direkt neben der frei gefahrenen Spur liegen ? verlässt du die, wird es problematisch.“

Speziell die erste Etappe möchte der 39-Jährige daher unter den Top-Sechs beenden, denn dieses Ergebnis entscheidet über die Startreihenfolge der 15 Bestplatzierten für den zweiten Tag ? in umgekehrter Reihenfolge: Der Langsamste aus dieser Gruppe muss den Parc fermé als Erster verlassen, der Schnellste als 15.

„Das stellt bereits so etwas wie eine Schlüsselentscheidung dar“, so der Franke, der die Rallye Neuseeland 2002 zum ersten Mal seit 1995 bestritt und sich mit Platz zehn achtbar aus der Affäre zog. „Auf den schnellen Prüfungen ist Streckenkenntnis enorm wichtig“, unterstreicht Schwarz, der sich für dieses Mal ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat: „Ich will WM-Punkte sammeln ? und das bedeutet angesichts des neuen Wertungsschemas einen Platz unter den ersten Acht.“

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