Hyundai mit ’siegfähigem‘ Budget

Ab 2014 betritt Hyundai die WM-Bühne. Im Kampf gegen Volkswagen sieht sich Teamchef Michel Nandan gut gerüstet. Die Konzernleitung hat ihm ein ausreichend großes Budget zur Verfügung gestellt.

5. März 2013

Michael Heimrich

Hyundai mit ’siegfähigem‘ Budget

Die Aufbauarbeiten des neuen Hyundai WRC-Teams sind im vollen Gange. In Alzenau sollen bis Ende des Jahres rund 100 Mitarbeiter bei der Hyundai Motorsport GmbH angestellt sein. Zwei Schlüsselpositionen sind bereits besetzt, "Bertrand Vallat ist als Chefingenieur dabei. Er kommt von Peugeot Sport und war dort für den 207 S2000 verantwortlich und zu Beginn Projektleiter beim 208 R5. Als Werkstattleiter fungiert künftig Ernst Kopp", erklärt Teamchef Michel Nandan gegenüber "Motorsport Aktuell".

Während sich das Team noch findet, schreiten die Entwicklungsarbeiten zügig voran. In Korea läuft der eigens entwickelte Weltmotor (1,6l-Turbo) bereits auf dem Prüfstand und auf dem Automobilsalon in Genf zeigen die Koreaner eine Evolutionsstufe ihrer i20 WRC-Studie. "In vielen Bereichen, zum Beispiel der Karosserie und Fahrwerk wurde diese verändert und weiterentwickelt", erklärt Nandan. "Auch wenn wir diesen Prototyp nach Genf für weitere Tests nutzen, das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr im Aufbau des Teams. Es muss nicht nur ein WRC, sondern eine Infrastruktur entstehen. Erst brauchen wir eine funktionierende Fabrik, dann können wir in einen geregelten Testbetrieb einsteigen und die Fahrzeugentwicklung vorantreiben. Das erste Jahr ist ein sehr wichtiges, wenn man wie wir, bei Null anfängt."

Ab 2014 soll sich der i20 WRC im Wettbewerb beweisen, bis dahin soll auch ein erfahrener Testfahrer sein Know how in die Entwicklung einfließen lassen. "Nicht jeder Topfahrer auch ein prima Testfahrer. Hyundai geht es zuallererst darum, später erfolgreich zu sein und nicht darum, mit großen Namen Marketing zu machen", unterstreicht Nandan.

"Volkswagen zeigt, wie man es machen muss"

Läuft alles nach Plan, dann will Hyundai dem großen VW-Konkurrenten auch im Motorsport kräftig einheizen. "Volkswagen ist einer der stärksten Wettbewerber auf dem Weltmarkt. Sie machen seit Jahren Motorsport auf höchstem Niveau und wissen wie man ein konkurrenzfähiges Auto baut. Zudem haben sie sich die Zeit genommen um intensiv zu entwickeln und testen und mit Sébastien Ogier früh einen Topfahrer eingebunden. Das ist der normale Weg, wie man so etwas machen muss", sagt Nandan und gibt’s sich angriffslustig. "Wir wollen am Ende vorne sein. Und ja, wir haben ein Budget um das WM-Projekt richtig und auch erfolgreich zu machen."

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