Grönholm kündigt Attacke an

In Mexiko musste er am Ende auf Nummer sicher gehen, doch schon beim nächsten Lauf in Neuseeland will sich Marcus Grönholm wieder ganz vorne sehen.

14. März 2005

Michael Heimrich

Grönholm kündigt Attacke an

„Am Ende war es ein wenig langweilig, denn wir wollten ja unbedingt mit beiden Fahrzeugen aufs Podium fahren und kein Risiko mehr eingehen“, erklärt Marcus Grönholm. „Diese Rallye war viel schwieriger als im vergangenen Jahr, der Untergrund war härter und hat damit viel stärkere Belastungen auf das Material ausgeübt.“

Wie die meisten seiner Gegner litt auch der Peugeot 307 WRC unter einer starken Abnutzung der Bremsen. „Das Team hat mich gebeten, ab der zweiten Etappe nach jeder Prüfung die Bremsbeläge zu wechseln, diese Lösung hat sehr gut funktioniert.“

Auf den beiden Wertungsprüfungen der Abschluss-Etappe nahm der Finne das Tempo zurück: „Wir wollten das gute Team-Ergebnis nicht aufs Spiel setzen.“ – Eine Taktik die es beim nächsten WM-Lauf nicht mehr geben soll. „Als nächstes geht es nach Neuseeland und diese Rallye mag ich wirklich sehr. Ich freue mich richtig darauf und dort sollte es besser laufen.“

Grönholms Teamkollege Markko Märtin lieferte sich auf der zweiten Etappe ein spannendes Duell mit dem Belgier François Duval. „Wir mussten ein Auge auf ihn haben, doch als Duval ausschied, war für uns der Druck weg“, berichtete der Rallye-Profi aus Estland, der in Mexiko sein Schotter-Debüt im Peugeot 307 WRC feierte. „Ich habe mich dann darauf konzentriert, meine Podiumsplatzierung sicher ins Ziel zu bringen. Es hätte keinen Sinn gemacht, einen Angriff auf meinen Teamkollegen Marcus Grönholm zu starten.“ Mit den sechs in Mexiko erkämpften WM-Punkten verteidigte der Peugeot-Neuzugang seinen zweiten Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft.

Jean-Pierre Nicolas, der neue Direktor von Peugeot Sport und Nachfolger von Corrado Provera, war begeistert: „Wir sind mehr als zufrieden, unsere Fahrer haben beide Peugeot 307 WRC sicher ins Ziel gebracht und 14 Punkte gesammelt. So viele Punkte haben wir seit der Rallye Deutschland 2003 nicht mehr bei einem Event geholt. Außerdem gab es bei dieser extrem harten Rallye nicht einen einzigen technischen Defekt.“

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