Grönholm baut Vorsprung weiter aus.

Die Finnen Marcus Grönholm/Timo Rautiainen haben beim 13. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Australien ihre Führung weiter ausgebaut.

3. November 2001

Michael Heimrich

Grönholm baut Vorsprung weiter aus.

Mit dem Gewinn der zweiten von drei Etappen vergrößerten die Vorjahressieger im Peugeot 206 ihren Vorsprung auf ihre britischen Verfolger Richard Burns/Robert Reid im Subaru Impreza auf 34,3 Sekunden. Den dritten Platz mit 54,2 Sekunden Rückstand behaupteten die Franzosen Didier Auriol/Denis Giraudet im zweiten Peugeot vor ihren finnischen Teamkollegen Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen.

«Unsere Führung ist wirklich kein Geheimnis. Das Auto war heute perfekt», erklärte der Weltmeister und Finnland-Sieger Grönholm bei der Zielankunft am Samstagnachmittag in der westaustralischen Millionenstadt Perth. Auf den sechs gewerteten Tagesprüfungen setzte Grönholm fünf Mal die Bestmarke. «Im Augenblick sehe ich keine Möglichkeit, Marcus Grönholm zu schlagen. Er ist einfach zu schnell»,
meinte Verfolger Richard Burns mit einem Anflug von Resignation.

Die Titelrivalen rückten am dritten Rallye-Tag näher zusammen. Der Finne Tommi Mäkinen lag im Mitsubishi Lancer nach 17 von 21 Prüfungen auf Rang sechs (Rückstand: 2:46,7 Minuten) knapp eine Minute hinter dem mit ihm gemeinsam in der WM führenden Schotten Colin McRae im Ford Focus. «Wir haben im Augenblick nur ein Ziel, wir wollen in den Punkten bleiben, denn es geht um die Weltmeisterschaft», äußerte sich der vierfache Weltmeister Mäkinen, dem der norwegische Subaru-Pilot
Petter Solberg um nur vier Zehntelsekunden auf den Fersen ist.

Überschattet wurde der dritte von vier Rallye-Tagen vom schweren Unfall der Franzosen Francois Delecour/Daniel Grataloup, die auf der durch leichten Regen glitschigen Schotterpiste in der 13. Prüfung von der Strecke abkamen und mit ihrem Ford Focus gegen einen Baum prallten. Während Delecour bei seinen letzten Ford-Dienstfahrt dem Focus-Wrack unverletzt entstieg, wurde sein Beifahrer Grataloup mit
dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Perth geflogen, wo drei gebrochene Rippen, ein Schlüsselbeinbruch sowie eine Lungenquetschung festgestellt wurden. Sein Zustand wurde von den Ärzten als stabil und zufrieden stellend bezeichnet.

Der vorletzte WM-Lauf endet am (morgigen) Sonntag um 09.00 Uhr MEZ in Perth.

(dpa)

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