FIA widerspricht NOS

Bei North One Sport beklagte man die Umgangsformen der FIA, der Weltverband keilt in einer öffentlichen Erklärung zurück. Beide Seiten gehen ab sofort getrennte Wege. Die FIA begibt sich auf die Suche nach einem neuen WM-Promoter.

8. Januar 2012

Michael Heimrich

FIA widerspricht NOS

Am letzten Freitag war es soweit. Die FIA kündigte den Vertrag mit North One Sport, bislang Promoter der Rallye-Weltmeisterschaft. Man habe vergeblich auf eine klare Zusicherung seitens NOS gewartet, in der die Firma erklärte, dass sie ihre Aufgaben in Sachen Vermarktung der Rallye Monte Carlo und der gesamten Meisterschaft erfüllen wird. Diese Erklärung wurde nach Angaben des Weltverbands nicht gegeben und deshalb habe man entschieden, den Vertrag zu kündigen. 

Der Darstellung, dass es nach der Pleite der Mutterfirma Convers Sports Initiatives potenzielle Käufer für NOS gegeben hätte, widersprach die FIA. Nach ihren Angaben wurde außer unverbindlichen Absichtserklärungen kein echtes Angebot zum Kauf vorgelegt. Es hätten sich zwar sieben Interessenten gemeldet, aber keines der Gespräche führte zu einem Ergebnis. NOS hatte erklärt, dass Verhandlungen mit einer Investmentgruppe aus Katar geführt wurden, aber die potenziellen Geldgeber durch das Verhalten der FIA abgeschreckt wurden. Der Weltverband betont, dass man alle Seiten jederzeit unterstützt hat, macht aber auch deutlich, dass NOS nicht mehr in der Lage war, wesentliche Investitionen vorzunehmen. Deshalb zog man einen Schlussstrich.

Gespräche mit verschiedenen Partnern wurden auf höchster Ebene angestoßen, um kurz vor dem Saisonstart 2012 die wichtigsten Elemente der Meisterschaft, inklusive der Zeitnahme, oder TV-Produktion und Vertrieb zu gewährleisten. Bei der FIA ist man sich sicher, dass man die Probleme rechtzeitig vor der Rallye Monte Carlo lösen wird. Allerdings möchte man vorerst nicht mehr dazu Stellung nehmen. Erst wenn alles unter Dach und Fach ist, soll die Öffentlichkeit wieder informiert werden.

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