Fahrer stellen Forderungen

Im kommenden Jahr werden die Startpositionen während eines Qualifyings im Shakedown ausgefahren. Die Fahrer erwarten neue Spannung, fordern aber auch Zeit zum Testen.

16. Juni 2011

Michael Heimrich

Fahrer stellen Forderungen

Der Schnellste hat die Qual der Wahl, bzw. den Vorteil der ersten Wahl. Ab 2012 führt die FIA ein Qualifying ein, um die Startpositionen für die erste Etappe einer Rallye zu ermitteln. Wer im Shakedown die schnellste Zeit einfährt, darf als Erster seine Startposition wählen. Der Langsamste muss nehmen, was übrig bleibt.

Bei den Fahrern stößt dieser Vorschlag der FIA auf Zustimmung, allerdings fordert man genügend Zeit, um sein Auto zuvor abzustimmen. „Ich finde das eine gute Idee, vorausgesetzt wir haben die Zeit am Morgen um uns vorzubereiten. Ich nutze den Shakedown für Tests und es ist wichtig diese Möglichkeit zu haben, um Teile im Auto auszuprobieren“, meinte Mads Östberg.

Wie der zeitliche Ablauf des neuen Shakedowns aussehen wird, darüber herrscht noch Unklarheit. „Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Shakedown um acht Uhr beginnen und frei fahren können. Ab 10 Uhr beginnt das Qualifying“, erklärte Sebastien Loeb. Der Rekordchampion findet ebenfalls Gefallen an der Idee. „Zur Zeit fahren wie vier Runden im Shakedown, nur weil es das Reglement so vorsieht. Im kommenden Jahr haben wir einen echten Grund den Shakedown zu fahren.“

Jari-Matti Latvala erinnert nochmals an ausreichende Möglichkeiten, die Autos abzustimmen. „Der Morgen ist wichtig. Einige Fahrer – so wie ich – kommen hier her und haben nicht getestet. Die ersten zwei Stunden brauchen wir, vor allem wenn man etwas am Auto verstellen möchte“, meinte der Finne. Sein Landsmann Kimi Räikkönen sieht die Sache ganz pragmatisch: „Ich weiß nicht genau wie die Regeln aussehen werden, aber es hört sich an, als ob sich nicht viel ändern würde. Man fährt seine Runde, setzt seine schnellste Zeit und wählt dann die Startposition.“

GALERIE: Die Bilder der Akropolis-Rallye 2011 …

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