Elfyn Evans: Der nächste Neuville?

Mit Thierry Neuville hat Malcolm Wilson erneut gezeigt, wie er einen jungen Fahrer an die Weltspitze bringen kann. Jetzt soll das Ganze erneut klappen und die Hoffnungen ruhen auf Elfyn Evans. Der Waliser soll in die Rolle des nächsten britischen Topfahrers schlüpfen.

30. Dezember 2013

Michael Heimrich

Elfyn Evans: Der nächste Neuville?

Erneut geht Malcolm Wilson ein Risiko ein und nimmt einen jungen und unerfahrenen Fahrer unter seine Fittiche. Elfyn Evans wird im nächsten Jahr neben Mikko Hirvonen als Werksfahrer für M-Sport bei allen WM-Läufen antreten. Abgesehen von einem Start bei der Rallye Sardinien verfügt der 24-jährige über keinerlei Erfahrungen in einem World Rally Car, empfahl sich jedoch mit einigen schnellen Zeiten im Ford Fiesta RRC während seiner WRC2-Einsätze.

Jetzt folgt der Aufstieg in die Topliga und der neue Abschnitt seiner Karriere beginnt mit der Rallye Monte Carlo, dem wohl anspruchsvollsten WM-Lauf des ganzen Jahres. „Es ist wichtig, dass ich Erfahrungen sammle, aber das ist bei einer Veranstaltung mit so vielen Unbekannten leichter gesagt als getan“, erklärt Evans gegenüber Autosport. So ganz kann es der Waliser selbst noch nicht glauben, dass er künftig im Werksteam fährt: „Ich denke oft daran, was passieren wird, wenn die Monte beginnt. Aber es ist schwierig sich das vorzustellen.“

Malcolm Wilson versucht den Druck auf seinen neuen Schützling etwas abzufedern. „Ich habe keine Zweifel, dass Elfyn bereit für diese Möglichkeit ist. Er hat während der letzten Saison mit starken Ergebnissen gezeigt, dass er die mentale Stärke und das Tempo für sehr gute Ergebnisse hat. Ich freue mich auf seine Entwicklung, auch wenn wir nicht erwarten können, dass er in dieser Saison um Siege kämpfen wird. Sein Talent könnte jedoch für Überraschungen sorgen“, sagte Wilson und fügt hinzu: „Wir verfolgen bei Elfyn einen langfristigen Plan. Es ist erst der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg.“

Mit dem Aufstieg von Evans bekommt Großbritannien endlich wieder einen Topfahrer in der Weltmeisterschaft. Dieser Tragweite ist sich der Sohn des ehemaligen britischen Champions Gwyndaf Evans bewusst und fiebert dem Auftakt entgegen: „Es wäre zu einfach, darüber zu sprechen und zu sagen: ‚Klasse, ein World Rally Car im nächsten Jahr‘, aber das ist ein richtig ordentliches Ding und ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich darauf freue“, so Evans.

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