Duval knackt Citroen-Spitze

Die schwierigen Bedingungen am zweiten Tag der Rallye-Deutschland forderten ihren Tribut. Am Ende bleibt Sebastien Loeb vorn, doch Francois Duval macht Druck.

21. August 2004

Michael Heimrich

Duval knackt Citroen-Spitze

Ein Dreher von Carlos Sainz auf der letzten Prüfung der heutigen Etappe könnte es vielleicht noch einmal spannend machen, denn während der Spanier durch das Mißgeschick 16.3 Sekunden einbüßte, nutzte Francois Duval die Gelegenheit und schob sich auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung nach vorn.

Diese führt Sebastien Loeb mit einem Vorsprung von 54.7 Sekunden zwar sicher an, doch die Attacke des Ford-Piloten läßt auch den Spitzenreiter nicht zur Ruhe kommen. „Ich muss alles geben um vorne zu bleiben. Im Regen ist das nicht ohne Risiko“, klärte der Franzose auf.

Bei seiner Aufholjagd konnte Duval auf das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen zählen. „Wir sind heute mehrmals von Strecke abgekommen, aber konnten dennoch weiterfahren“, meinte der Belgier am Abend. „Auf der vorletzten Prüfung habe ich sogar einige Bäume getroffen und die hintere Seite des Autos beschädigt.“

Den extrem schwierigen Bedingungen zum Opfer gefallen sind am zweiten Tag der Rallye Deutschland unter anderem Gilles Panizzi und Petter Solberg. Beide verunfallten so stark, dass Prüfungen zeitweise unterbrochen werden mussten, um den Piloten zu helfen. Glücklicherweise konnte rasch Entwarnung gegeben werden. Während sich der vermeintliche Armbruch von Gilles Panizzi als Prellung entpuppte, kam auch Solberg-Co Phil Mills ohne schwere Verletzungen davon, muss aber eine Nacht im Krankenhaus verbringen.

Ein Auf und Ab erlebte Armin Schwarz. Probleme mit dem Turbolader seines Fabia WRC kosteten über sieben Minuten, aber die erste Bestzeit der Rallye sorgte für Aufsehen. Auch im Anschluß setzte sich der Wahl-Österreicher mit schnellen Zeiten in Szene, liegt aber nach den technischen Problemen weit zurück. Teamkollege Roman Kresta schied bereits am Morgen nach einem Fahrfehler aus, Toni Gardemeister liegt als bester Skoda-Pilot auf dem siebten Rang.

Mit Spannung wird der morgige Tag erwartet. Die Piloten müssen sieben Prüfungen am Stück ohne Service zurück legen, ehe sie gegen 12.42 Uhr das Ziel erreichen.

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