Die vereinten Nationen von VW

Deutsch ist nur der Name. Ansonsten präsentiert sich Volkswagen Motorsport als internationale Truppe, in der Menschen aus 15 verschiedenen Nationen arbeiten. Die offizielle Amtssprache ist Englisch.

3. Mai 2013

Michael Heimrich

Die vereinten Nationen von VW

Nach dem Ausstieg aus der Dakar musste sich Volkswagen Motorsport fit für die neue Herausforderung ‚Rallye-WM‘ machen. Man rekrutierte an allen Fronten und lotste ehemalige Mitarbeiter von anderen Teams nach Hannover.

Herausgekommen ist eine bunt gemischte Truppe, in der zwar Deutsche und Österreicher in der Mehrzahl sind, aber allein schon die Mischung der Teamführung ist bezeichnend für die länderübergreifende Struktur: Sportchef Jost Capito kommt aus Deutschland, Technikchef FX Demasion aus Frankreich und Team-Manager Sven Smeets aus Belgien.

Auch rund um die drei Einsatzautos schwirrt eine internationale Truppe. Polo Nr. 7 wird von Ingenieur Fabrice Van Ertvelde (Belgien) und Car-Chief José Da Silva (Portugal), sowie deutschen und  französischen Mechanikern betreut. Polo Nr. 8 steht unter der Obhut von Ingenieur Gerard De Jongh (Holland) und Car-Chief Martin Hassenpflug (Deutschland). Hier schrauben Mechaniker aus Deutschland, Großbritannien und Portugal. Polo Nr. 9 ist in den Händen des Polen Artur Wronski und dem Litauer Obolevicius Vytautas.

Während Getriebe, Aufhängung und Elektronik Sachen der Deutschen sind, kommt der Verantwortliche für den Motor aus Großbritannien. Der Däne Kenneth Richardson ist für die Datenauswertung verantwortlich. Der Italiener Dino Marconi ist einer der Team-Fahrer, und die Internationalität der 58 Mann starken Truppe wird vom Australier Callum Colguhoun und dem Neuseeländer Edward Smith weiter ausgedehnt. Zu guter Letzt sind natürlich auch die Fahrer international: Sebastien Ogier  verstärkt die Frankreich-Fraktion, Jari-Matti Latvala kommt aus Finnland und Andreas Mikkelsen bringt Norwegen ins Spiel.

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