Das ist die Rallye Argentinien

Lang und intensiv: Die diesjährige Auflage der Rallye Argentinien stellt die WM-Akteure vor eine Mammutaufgabe. Denn sie müssen innerhalb von drei Tagen mehr als 1.500 Kilometer zurücklegen. Dabei sitzen sie bis zu elf Stunden am Tag hinter dem Lenkrad. Das ist der anstehende WM-Lauf im Detail.

18. April 2015

Michael Heimrich

Das ist die Rallye Argentinien

Von 2,68 bis 56,77 Kilometer Länge, bei Sonne oder im Nebel, spektakuläre Stadtkurse sowie unwirtliche Mondlandschaften – die Rallye Argentinien bietet facettenreiche Bedingungen und fordert den Fahrern und Beifahrern ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit ab.
Lediglich sieben verschiedene Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm – die haben es allerdings in sich. Am Donnerstag wird erstmals eine WP in Merlo in der Provinz San Luis gestartet, dem Epizentrum des argentinischen Motorsports. Und auch am Freitag erwartet die Teilnehmer Neues: Zwei Prüfungen sind neu, die dritte – der Klassiker Agua de Oro–Ascochinga – wird diesmal in umgekehrter Richtung absolviert.
Der Samstag wird geprägt von den schnellen Pisten im Punilla-Tal. Auf den WPs „Capilla del Monte–San Marcos“ und „San Marcos–Characato“ haben die Piloten gleich zweimal Gelegenheit, ihre Vollgas-Qualitäten unter Beweis zu stellen. Am Sonntag bildet die legendäre „El Cóndor–Copina“ die abschließende Powerstage, bei der Zusatzpunkte für die Top Drei vergeben werden. Und das womöglich erneut mit Nebel inklusive: Die „El Cóndor“-Stage führt aus 2.138 Meter über Normalnull im Slalom durch eine mondähnliche Landschaft hinab auf 1.389 Meter über dem Meeresspiegel. 

1.497 Meter Höhenunterschied

Bildete die Rallye Mexiko mit dem höchsten Punkt der Saison auf 2.752 Metern über Normalnull zuletzt das „Dach der Rallye-WM-Welt“, stellt die Rallye Argentinien die Rallye des Jahres dar, die über den größten Höhenunterschied verfügt. Von 641 bis 2.138 Meter oberhalb des Meeresspiegels reicht das Profil – und während sich die Rallye Mexiko innerhalb von 952 Metern Höhendifferenz abspielt, sind es in Argentinien 1.497 Meter. Von den Motor-Ingenieuren verlangt das eine clevere Motorsteuerung, die sich bei allen Extremen bewährt. Mit der Höhe sinkt der Luftdruck und damit der Sauerstoffgehalt – eine weniger effiziente Verbrennung und damit weniger Motorleistung ist die Folge.

VIDEO: Vorschau Rallye Argentinien



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