Ancian gewinnt JWRC-Debüt

Lokalmatador Jérémi Ancian holt sich im Reccerent-Swift den Sieg in der Junioren-Wertung der Rallye Frankreich. Aaron Burkart verteidigt seine Titelchance.

5. Oktober 2010

Michael Heimrich

Ancian gewinnt JWRC-Debüt

Während sich die Konkurrenz durch eigene Patzer selbst ein Bein stellte, blieb Jérémi Ancian größtenteils fehlerfrei. Nur auf WP15 rutschte der 20-jährige von der Strecke, doch dank der Hilfe seiner vielen französischen Fans verlor er bei diesem Malheur nur 20 Sekunden und blieb weiter in Führung. „Der Sieg gibt mir einen enormen Schub für die weitere Zukunft“, jubelte Ancian, der das Auto von Niki Schelle angemietet hatte.
 
Hans Weijs jr. klagte am Samstag und Sonntag nicht nur über Fieber, sondern auch über erneute Bremsprobleme seines Citroen. Ein Plattfuß auf WP15, der ihn über zwei Minuten kostete, warf ihn endgültig aus Rennen und Ancian zog vorbei. Mit Rang zwei kann sich Weijs in der Meisterschaft aber näher an Junior-Spitzenreiter Aaron Burkart heranschieben, der in Frankreich nur Sechster wurde. Vor dem letzten Lauf in Spanien trennen die beiden Kontrahenten nur noch sieben Punkte.
 
Thierry Neuville präsentierte sich Frankreich gewohnt schnell und übernahm rasch die Führung. Ein Problem mit der Servolenkung (WP8) und zwei schleichende Plattfüße am Samstag sorgten jedoch für einen Zeitverlust von fast fünf Minuten. Anschließend ließ der Belgier sein großes Talent aufblitzen und holte sich trotz der Rückschläge noch Rang drei.
 
In der Fiesta-Trophy bleibt Christian Riedemann vom Pech verfolgt. Der Sulinger fiel auf WP16 vorzeitig aus und musste tatenlos mitansehen, wie sein direkter Konkurrent Harry Hunt den Sieg einfahren konnte. 

Ergebnis JWRC Rallye Frankreich
1. Jérémi Ancian/Damien Mezy, Suzuki Swift S1600 3:34:09.2
2. Hans Weijs Jr./Bjorn Degant, Citroën C2 S1600 +1:04.1
3. Thierry Neuville/Nicholas Klinger, Citroën C2 S1600 +2:42.0
4. Mathieu Arzeno/Renaud Jamoul, Citroën C2 S1600 +6:16.9
5. Aaron Burkart/André Kachel, Suzuki Swift S1600 +15:45.8
6. Todor Slavov/Dobromir Filipov, Renault Clio R3 +16:14.1
7. Harry Hunt/Sebastian Marshall, Ford Fiesta R2 +19:42.8

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